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Hirnstamminfarkt

Was ist Hirnstamminfarkt?

Ein Hirnstamminfarkt ist ein Schlaganfall (unterbrochene Blutversorgung des Gehirns), der den Hirnstamm betrifft, jenen Teil des Gehirns oberhalb der Wirbelsäule, der die Atmung, den Blutdruck und die Herzfrequenz reguliert. Personen mit Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel (erhöhte Blutfettwerte), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Herzinfarkte oder vorherige Schlaganfälle) oder auch Personen, in deren Familien diese Erkrankungen vorkommen, haben ein erhöhtes Risiko. Typische Symptome sind Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und beeinträchtigte Vitalfunktionen wie die Atmung oder der Herzschlag. Die Genesung nach einem Hirnschlag hängt von der Größe des Bereichs im Gehirn ab, der davon betroffen war. In einigen Fällen kann diese Erkrankung lebensbedrohlich sein. Dies ist jedoch ungewöhnlich. Viele Betroffene erholen sich mit Physiotherapie und der Behandlung der Ursache für ihren Schlaganfall gut.

Risiken

Hirnstamminfarkte werden durch eine Unterbrechung der Blutzufuhr zum Hirnstamm verursacht, die entweder auf eine Blockade in den Blutgefäßen (ischämischer Schlaganfall) oder auf eine Blutung im Hirnstamm (hämorrhagischer Schlaganfall) zurückzuführen ist. Diese Erkrankung kommt vor allem bei Männern und Personen in fortgeschrittenem Alter vor. Personen mit Vorhofflimmern (einem anormalen Herzrhythmus), hohem Blutdruck, einem hohen Cholesterinspiegel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fällen eines Schlaganfalls oder Mini-Schlaganfalls in der Familie haben ein erhöhtes Risiko eines Hirnstamminfarktes. Rauchen, Alkoholmissbrauch und wenig körperliche Betätigung erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit für einen Infarkt des Hirnstamms.

Symptome

Die Symptome können von Person zu Person sehr unterschiedlich sein und hängen von dem betroffenen Bereich im Gehirn ab. Häufige Beschwerden sind Schwindel, Ungleichgewicht, Gehörverlust und Doppeltsehen. Einige Betroffene verlieren das Gefühl oder die Muskelkraft im Gesicht, in den Armen oder Beinen. Einige Menschen leiden unter einem dauerhaften Schluckauf, Übelkeit, Erbrechen oder Atemschwierigkeiten.

Diagnose

Die Diagnose wird gewöhnlich durch einen erfahrenen Arzt oder Neurologen basierend auf den Symptomen, einer klinischen Untersuchung und einer CT- oder MRT-Aufnahme (Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) des Gehirns gestellt. Eine Doppler-Ultraschalluntersuchung (spezielle Ultraschalluntersuchung) der Halsarterien und eine Angiographie (radiologische Gefäßdarstellung) können ebenfalls durchgeführt werden, um nach Blockaden in anderen Blutgefäßen zu suchen. Weitere nützliche, klinische Tests umfassen ein Elektrokardiogramm und Bluttests der Nieren- und Leberfunktion.

Behandlung

Der Verdacht auf einen Hirnstamminfarkt erfordert die notfallmäßige Untersuchung durch einen Arzt. Die Behandlung hängt von der Art des Infarktes und den Symptomen ab. Wenn der Schlaganfall durch eine Blutung verursacht wurde, muss diese mit einem sogenannten Clip oder einem Coil gestoppt werden. Wenn eine Blockade in einem Blutgefäß zu dem Schlaganfall führte, kann diese mithilfe von Medikamenten behoben werden. Die langfristige Behandlung hängt vom Ausmaß des Schlaganfalls ab, wobei eine Physiotherapie und eine Sprachtherapie hilfreich sind. Einige Personen müssen möglicherweise Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen, um einem weiteren Schlaganfall vorzubeugen.

Prognose

Die Prognose eines Hirnstamminfarktes ist abhängig von der Größe und der Lokalisation des Bereichs im Gehirn, der davon betroffen ist. In einigen Fällen kann diese Erkrankung lebensbedrohlich sein. Eine frühe Diagnose und Behandlung erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Heilung. In einigen Fällen führt diese Erkrankung zu schweren, lebenslangen Komplikationen.

Vorsorge

Regelmäßiges körperliches Training, Gewichtsabnahme und das Verzichten auf Tabak, Alkohol oder Drogen können die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls verringern. Ein hoher Blutdruck, Vorhofflimmern und Diabetes sollten engmaschig kontrolliert werden, um das Risiko eines Hirnstamminfarktes zu verringern.