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Inspiration für die eHealth-Pioniere von Morgen: Dr. Martin Hirsch über seine neue Rolle an der Philipps-Universität Marburg

Bei Ada verfolgen wir gleich eine ganze Reihe ehrgeiziger Ziele. Wir wollen nicht nur die immer weiter steigende Komplexität in der Medizin handhabbar machen, sondern dieses Wissen auch allen Menschen mit einem Smartphone weltweit zugänglich machen. Unser Anspruch ist es, ein Tool auf medizinisch höchstem Niveau anzubieten, das gleichzeitig von jedem Menschen rund um den Globus, ohne spezielles Vorwissen, einfach zu bedienen ist. Es ist eine Binsenweisheit, dass kein Unternehmen und keine Forschungseinrichtung dieser Welt dies alleine schaffen kann. Wir wollen und brauchen hierfür Partner.

Als Chief Scientific Officer war es von Beginn an meine Aufgabe, die wissenschaftliche Perspektive in unserem Unternehmen einzubringen. Ich habe immer daran geglaubt, dass sich Wissenschaft und Unternehmertum komplementär zueinander verhalten können und müssen. Die gegenseitige Befruchtung ist bereits unzählige Male der Ausgangspunkt großer Innovationssprünge gewesen.

Als mich der Ruf der Universität Marburg erreicht hat, habe ich dies daher nicht nur als große Ehre empfunden, sondern auch als eine einmalige Chance verstanden, das Beste beider Welten miteinander zu verbinden. Ich habe mich mit großem Respekt und noch größerer Freude dafür entschieden, die Professur anzunehmen und als Leiter des “Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin”, die Unterstützung der Ärzte und Patienten durch KI aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. Bei Ada Health habe ich meine operativen Funktionen abgegeben und werde als Gründer und Chief Scientific Advisor beratend-strategische Aufgaben wahrnehmen.

An der Universität Marburg werde ich insbesondere beim Aufbau des interdisziplinären „Zentrums für Digitale Medizin“ der Universität Marburg mitwirken, die Studenten auf den Kollegen “KI” vorbereiten, und parallel dazu im Uniklinikum, mit den Klinikern zusammen, Werkzeuge entwickeln, die Ärzte in komplexen Situationen unterstützen.

Es steht für mich fest, dass Künstliche Intelligenz ein neues Kapitel der Medizin aufschlagen wird. Wenn wir es richtig anpacken, wird dieses von einer Demokratisierung und Personalisierung medizinischen Wissens geprägt sein, bei der der enorme Wissenszuwachs für jeden Arzt und jeden Patienten überall verfügbar und handhabbar ist. An dieser Vision werde ich auch in Zukunft an der Universität Marburg, wie auch in meiner Funktion bei Ada, mit Beharrlichkeit und Optimismus mitarbeiten.