Bakterielle Sinusitis

Was ist bakterielle Sinusitis?

Eine bakterielle Sinusitis ist eine bakterielle Infektion der Nebenhöhlen (Hohlräume in den Gesichtsknochen um die Nase). Eine bakterielle Sinusitis folgt oft auf eine Virusinfektion, wie eine Erkältung oder eine Grippe. Die häufigsten Symptome sind eine verstopfte Nase sowie Schmerzen oder Druck im Bereich um die Nase. Eine bakterielle Sinusitis kann je nach Bedarf mit entzündungshemmenden oder abschwellenden Medikamenten sowie Antibiotika behandelt werden. In den meisten Fälle erholen sich die Betroffenen mit einer bakteriellen Sinusitis innerhalb von zwei Wochen ohne weitere Symptome.

Risiken

Eine bakterielle Sinusitis kann auf eine Erkältung oder eine Grippeninfektion folgen. Bei Frauen kann ein leicht höheres Risiko für eine bakterielle Sinusitis bestehen als bei Männern. Die Erkrankung wird durch Bakterien verursacht, die in der Nase, im Hals und manchmal im Mund leben. Menschen mit Allergien, Nasenpolypen oder schiefer Nasenscheidewand (die Wand zwischen den beiden Nasenhöhlen) können etwas anfälliger für eine bakterielle Sinusitis sein, da diese Umstände es Bakterien vereinfachen, die Nebenhöhlen zu infizieren. Bei Menschen mit Infektionen in den Zähnen oder im Mund kann sich die Infektion bis in die Nebenhöhlen verbreiten.

Symptome

Die häufigsten Symptome sind eine verstopfte Nase sowie Schmerzen oder Druck im Bereich um die Nase. Es kann auch zu Schmerzen oder Druck in der Stirn, um die Augen oder im Oberkiefer kommen. Die Schmerzen verschlimmern sich oft beim nach vorn beugen. Weitere Symptome sind eine laufende Nase, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Müdigkeit oder Fieber. Wenn diese Erkrankung länger als zehn Tage anhält, wird die Nebenhöhlenentzündung wahrscheinlich eher von Bakterien als von Viren verursacht.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt basierend auf den Symptomen und einer körperlichen Untersuchung. In komplizierten Fällen kann eine Computertomographie (CT) zur Untersuchung der Nebenhöhlen und zur Bestätigung der Diagnose durchgeführt werden.

Behandlung

Die meisten Fälle von bakterieller Sinusitis bessern sich ohne die Gabe von Antibiotika. Antibiotika werden verabreicht, wenn die Symptome andauern. In vielen Fällen sind Hausmittel jedoch ausreichend. Bei manchen Personen kann das Einatmen von feuchter Luft oder von Dampf, wie z.B. in einer warmen Dusche, zur Linderung der Symptome beitragen. Entzündungshemmende Medikamente (wie Ibuprofen oder Paracetamol) können dabei helfen, die Schmerzen und die Schwellung in der Nase und im Gesicht abzumildern. Abschwellende Sprays oder Tabletten sind ebenfalls hilfreich bei der Linderung der Symptome.

Prognose

Eine bakterielle Sinusitis bessert sich ohne die Einnahme von Antibiotika normalerweise innerhalb von zwei Wochen. Wenn die Symptome andauern oder sich nach zehn bis 14 Tagen verschlechtern, kann die Gabe eines Antibiotikums hilfreich sein. Manche Betroffene können eine langanhaltende Infektion der Nebenhöhlen entwickeln, was jedoch ungewöhnlich ist. Die meisten Menschen erholen sich von einer bakteriellen Sinusitis gut.

Vorsorge

Allgemeine Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Erkältungen oder der Grippe sowohl zu Hause als auch im öffentlichen Bereich können dazu beitragen, einige Fälle einer bakteriellen Sinusitis zu verhindern. Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt kann gelegentlichen Fällen einer bakteriellen Sinusitis vorbeugen.

Andere Bezeichnung für bakterielle Sinusitis

  • Entzündung oder Infektion der Nasennebenhöhlen