Subluxation und Luxation des Hüftgelenks

Was ist Subluxation und Luxation des Hüftgelenks?

Eine Ausrenkung der Hüfte bezeichnet einen Zustand, bei der sich der Kopf des Oberschenkelknochens (der Femur) außerhalb der Hüftpfanne (Acetabulum) befindet und die Oberflächen der zwei Gelenke voneinander getrennt sind. Die verletzte Hüfte schmerzt üblicherweise und das Bein kann nicht belastet werden. Eine ausgerenkte Hüfte sollte dringend von einem Arzt untersucht werden. Außerdem sollten die Knochen so schnell wie möglich wieder eingerenkt werden. Sobald das Gelenk wieder in Position gebracht wurde, erholen sich die meisten Betroffenen gut.

Risiken

Ein ausgekugeltes Hüftgelenk tritt dann auf, wenn sich der Oberschenkelknochen außerhalb der Hüftpfanne befindet. Ausgekugelte Hüftgelenke kommen meist im hohen Alter vor. Personen, die eine künstliche Hüfte haben, haben ein erhöhtes Risiko für eine Ausrenkung der Hüfte und dies ist auch eine der häufigeren Ursachen. Andere Ursachen sind Verletzungen am Becken oder am Bein, vor allem jene, die durch extreme Gewalteinwirkung entstehen, wie zum Beispiel bei einem Autounfall. Diese Verletzung kann ebenfalls durch stark beanspruchende Sportarten, wie zum Beispiel Skifahren, Gymnastik, Rugby und American Football, entstehen. Kinder mit einer angeborenen Hüftdysplasie (eine Fehlentwicklung der Hüfte vor der Geburt) haben ein erhöhtes Risiko, diese Erkrankung zu entwickeln.

Symptome

Die häufigsten Symptome einer ausgerenkten Hüfte sind Hüftschmerzen und Schwierigkeiten, das betroffene Bein zu belasten. Die Hüfte kann nicht normal bewegt werden und das Bein auf der betroffenen Seite scheint möglicherweise kürzer und ist nach innen oder außen gedreht. Einige Betroffene leiden unter Taubheit und Schwäche auf der Seite der ausgekugelten Hüfte.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt gewöhnlich basierend auf einer körperlichen Untersuchung und einer Röntgenuntersuchung der Hüfte. Sind Knochen gebrochen, wird möglicherweise eine CT (Computertomographie) benötigt, um den Schaden am Gelenk vollständig ermitteln und eine entsprechende Behandlung planen zu können.

Behandlung

Die Behandlung umfasst Schmerzmittel und eine Einrenkung des Oberschenkelknochens in das Gelenk. Dies wird so schnell wie möglich durchgeführt, um Komplikationen zu vermeiden. Bestehen keine erschwerenden Faktoren, wie zum Beispiel Knochenbrüche, kann der Knochen zurück in die Hüftpfanne gezogen werden. Dies sollte von einem Arzt durchgeführt werden und erfordert oftmals Schmerzmittel und eine Betäubung. Sind Knochen gebrochen, werden sie gewöhnlicherweise bei einem chirurgischen Eingriff wieder in Position gebracht.

Prognose

Die meisten Betroffenen erholen sich mit einer Behandlung gut von einer unkomplizierten ausgerenkten Hüfte. Die Hüfte sollte so schnell wie möglich wieder eingerenkt werden, da sonst die Durchblutung des Oberschenkelknochens beeinträchtigt werden und der Knochen absterben kann. Führt die Ursache der ausgekugelten Hüfte zudem zu Knochenbrüchen im Oberschenkel oder im Becken, so wird die Genesung dadurch möglicherweise erschwert. Einige Betroffene, vor allem ältere, leiden womöglich unter wiederkehrenden Ausrenkungen der Hüfte.

Vorsorge

Kinder mit einer Hüftdysplasie sollten behandelt werden. Einige Fälle von ausgekugelten Hüften können verhindert werden, indem auf stark beanspruchende Sportarten verzichtet wird.

Andere Bezeichnung für Subluxation und Luxation des Hüftgelenks

  • teilweise oder vollständig ausgekugelte Hüfte