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Akute Pyelonephritis

  1. Was ist akute Pyelonephritis?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge

Was ist akute Pyelonephritis?

Eine akute Pyelonephritis ist eine Infektion der Nieren. Diese Erkrankung wird oft durch Bakterien verursacht, die von der Blase aufwärts zu den Nieren gelangen. Die Nierenbeckenentzündung tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Symptome sind Rücken- oder Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Die Nierenbeckenentzündung wird mit Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt. In Behandlung erholen sich die meisten Menschen gut von dieser Erkrankung.

Risiken

Eine Nierenbeckenentzündung wird meist durch Bakterien verursacht, die von der Blase aufwärts zu den Nieren gelangen. Sie tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf und kann Menschen jeden Alters betreffen, obwohl meistens Frauen zwischen 15 und 30 Jahren sowie Kinder und ältere Menschen daran erkranken. Einige medizinische Erkrankungen, die den Urinfluss durch die Nieren oder die Blase behindern, erhöhen das Risiko von Harnwegsinfekten (z. B. Prostatavergrößerung oder Nierensteine). Weitere Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Schwangerschaft, der Einsatz von Blasenkathetern (medizinische Schläuche, die Urin aus der Blase ableiten) und Diabetes.

Symptome

Typische Symptome sind unter anderem Fieber, Schüttelfrost, Rücken- oder Bauchschmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen. Weitere Symptome sind Appetitlosigkeit, häufiges Wasserlassen, Blut im Urin und ein unangenehm stechender Uringeruch.

Diagnose

Die Diagnose basiert auf den Symptomen, einer körperlichen Untersuchung und einer Urinuntersuchung. Ein Urinstreifentest weist häufig auf Eiter und Blut im Urin hin. Der Urin wird zudem untersucht, um das bestimmte Bakterium zu identifizieren, welches die Infektion verursacht.

Behandlung

Die Nierenbeckenentzündung wird mit Antibiotika behandelt. Einfache Schmerzmittel (Paracetamol, Ibuprofen) helfen dabei, Schmerzen zu lindern. Das Trinken von viel Flüssigkeit ist wichtig, um die Bakterien aus den Nieren und der Blase zu spülen. In schweren Fällen kann es notwendig sein, intravenöse Antibiotika (durch eine Infusion) zu verabreichen oder sich einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen, um den Eiter in den Nieren zu entfernen.

Prognose

In Behandlung fühlen sich die meisten Menschen mit einer leichten Nierenbeckenentzündung innerhalb von wenigen Tagen nach Beginn der Antibiotikaeinnahme besser. Eine Nierenbeckenentzündung kann jedoch wiederholt auftreten. In diesem Fall kann sie zu Vernarbungen an den Nieren führen.

Vorsorge

Nierenbeckenentzündungen kann man vorbeugen, wenn eine frühzeitige Behandlung einer Blasenentzündung erfolgt. Es kann zudem hilfreich sein, Verhütungsmittel zu vermeiden, die Spermizide verwenden. Bei Menschen, die an wiederkehrenden Nierenbeckenentzündungen leiden, können Langzeit-Antibiotika helfen.