Nephrolithiasis

Was ist Nephrolithiasis?

Nierensteine, auch als Nephrolithiasis bezeichnet, sind eine häufige Erkrankung, bei der sich harte Ansammlungen im Harnleiter bilden, welcher Niere und Blase verbindet. Nierensteine treten häufiger bei Männern als bei Frauen auf und kommen vermehrt bei Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren vor. Zu Beschwerden kommt es, wenn ein Stein die Niere verlässt und auf seinem Weg zur Blase in den engeren Harnleiter (der Verbindung zwischen Niere und Blase) übergeht. Typische Symptome sind starke Rücken- und Bauchschmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen sowie ein roter oder brauner Urin. Zu den allgemeinen Behandlungsmaßnahmen gehören eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Schmerzmittel und in einigen Fällen eine Lithotripsie (Zertrümmerung des Steins mithilfe von Stoßwellen). Die meisten Betroffenen erholen sich vollständig ohne jegliche Komplikationen.

Risiken

Nierensteine kommen häufiger bei Männern und bei Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren vor. Sie kommen nur sehr selten bei Kindern vor. Die Wahrscheinlichkeit, Nierensteine zu entwickeln, ist zudem höher bei Personen mit Gicht oder in deren Familie ebenfalls Fälle von Nierensteinen bekannt sind. Auch durch Infektionen der Harnwege kann es zur Bildung von Nierensteinen kommen. Andere allgemeine Risikofaktoren sind eine geringe Trinkmenge sowie Übergewicht oder Fettleibigkeit.

Symptome

Typische Symptome sind starke Rücken- und Flankenschmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und das Ausscheiden von nur kleinen Mengen Urin auf einmal. Der Schmerz ist typischerweise krampfartig und neigt dazu, in Wellen aufzutreten. Einige Betroffene können auch an Übelkeit und Erbrechen leiden und roten oder braunen Urin ausscheiden. Zu Beschwerden kommt es, wenn ein Stein die Niere verlässt und in den engeren Harnleiter (der Verbindung zwischen der Niere und der Blase) übergeht.

Diagnose

Die Diagnose bei Nierensteinen erfolgt häufig basierend auf den typischen Symptomen und einer körperlichen Untersuchung. Ein Urinstreifentest kann Blut und Eiter im Urin nachweisen und dabei helfen, den Verdacht auf einen Nierenstein zu bestätigen. Es werden häufig Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt, um die Position und die Größe des Nierensteins zu ermitteln.

Behandlung

Die Behandlung variiert abhängig von der Größe des Steins und der Schwere der Beschwerden. Kleine Steine werden gewöhnlich ohne medizinische Hilfe ausgeschieden. Durch die Zuführung von ausreichend Wasser kann der Stein aus dem Harntrakt gespült werden. Während der Ausscheidung eines Nierensteins sind oft Schmerzmittel notwendig. Große Steine erfordern möglicherweise eine Behandlung, um den Harnleiter passieren zu können. Diese umfasst z.B. eine Lithotripsie (Zertrümmerung des Steins mithilfe von Stoßwellen), die chirurgische Entfernung der Steine oder die Entfernung der Steine mithilfe eines Endoskops (kleines Rohr mit Kamera).

Prognose

Kleine Nierensteine werden gewöhnlich innerhalb weniger Tage ausgeschieden. Größere Steine erfordern möglicherweise eine Behandlung, um den Harnleiter passieren zu können. Nierensteine können häufig wiederholt auftreten. Große unbehandelte Nierensteine können schließlich zu Infektionen der Harnwege und zu einem Nierenschaden führen.