Amyotrophe Lateralsklerose

Was ist Amyotrophe Lateralsklerose?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) (auch als Lou-Gehrig-Krankheit oder Motoneuronerkrankung bekannt) ist eine seltene Erkrankung, bei der die Nervenzellen des Rückenmarks und Gehirns zerstört werden, die Muskelbewegungen kontrollieren. Der Verlust dieser Nerven verursacht eine zunehmende Muskelschwäche und führt schließlich zu einer Lähmung. Die Ursache für ALS ist nicht bekannt. Frühe Symptome sind Kribbeln oder Schwäche in Armen oder Beinen, Muskelkrämpfe und manchmal eine Veränderung der Stimme. Es gibt keine Heilung für ALS, jedoch einige Medikamente, die die Zerstörung der Nervenzellen verlangsamen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome von ALS zu lindern und die Person und ihre Familie zu unterstützen. Die meisten Betroffenen mit ALS sterben schließlich an dieser Erkrankung, obwohl es bekannte Fälle von Menschen gibt, die mit ALS leben, wie zum Beispiel der Physiker Stephen Hawking.

Risiken

Es gibt keine bekannten Ursachen oder Risikofaktoren, die die Entwicklung von ALS begünstigen. Gene können eine kleine Rolle spielen, da 5 % der Betroffenen mit ALS ein Familienmitglied mit dieser Erkrankung haben. Menschen mit ALS vererben die Krankheit jedoch nicht unbedingt auf ihre Kinder. Die Erkrankung tritt üblicherweise im Alter zwischen 50 und 70 Jahren auf und Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Symptome

Frühe Symptome der Amyotrophen Lateralsklerose können von Person zu Person unterschiedlich sein und umfassen Schwäche und Kribbeln in Armen und Beinen, Muskelkrämpfe und Steifheit sowie gelegentlich eine Veränderung der Stimme oder Schwierigkeiten beim Schlucken. Betroffene mit ALS können Schwierigkeiten bei der Kontrolle ihrer Emotionen haben. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung werden die Muskeln steif und kleiner und Personen mit ALS verlieren irgendwann die Fähigkeit, sich frei zu bewegen, zu reden, zu schlucken und zu atmen.

Diagnose

Die Diagnose kann durch die Auswertung der Symptome und durch die körperliche Untersuchung durch einen Neurologen gestellt werden. Es gibt keine alleinige Untersuchung zur Diagnosestellung von ALS. Einige Tests können jedoch genutzt werden, um andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Diese schließen Bluttests, bildgebende Verfahren (gewöhnlich ein MRT), Nerventests, eine Untersuchung der Flüssigkeit, die das Rückenmark umgibt (Lumbalpunktion), und in seltenen Fällen eine Muskelbiopsie ein.

Behandlung

Es gibt keine Heilung für ALS. Es gibt ein Medikament, welches das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen kann. Die Wirksamkeit ist jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich und ist mit einem Neurologen zu besprechen. Die Behandlung von ALS erfordert Therapeuten aus verschiedenen Bereichen, um die Alltagskompetenz so lang wie möglich aufrecht zu halten und eine Person sowohl körperlich als auch sozial und emotional zu unterstützen. Atmung und Nahrungsaufnahme können schließlich durch Magensonden und Maschinen ersetzt werden, was jedoch von den Überzeugungen und Präferenzen des einzelnen Patienten abhängt.

Prognose

Es gibt keine Heilung für ALS. Die Zerstörung der Nerven und die Muskelschwäche schreiten voran und Menschen mit ALS sterben schließlich an dieser Erkrankung.

Andere Bezeichnung für Amyotrophe Lateralsklerose

  • Muskeldystrophie