1. Ada
  2. Krankheiten
  3. Zöliakie

Zöliakie

  1. Was ist Zöliakie?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge

Was ist Zöliakie?

Eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ist eine Erkrankung, bei der Gluten eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut verursacht. Gluten ist ein Protein, das sich in Nahrungsmitteln wie Weizen, Roggen und Gerste befindet. Typische Beschwerden sind Durchfall, Blähungen, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen. Die Symptome beginnen meist im jungen Alter, wenn ein Kleinkind damit beginnt, glutenhaltige Nahrung zu sich zu nehmen. Die Erkrankung kann aber auch erst im später auftreten. Die Behandlung erfolgt durch die lebenslange Vermeidung von glutenhaltigen Nahrungsmitteln.

Risiken

Zöliakie ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem Gluten fälschlicherweise als Bedrohung wahrnimmt. Gluten ist ein kleines Protein, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Wenn eine Person mit Zöliakie Gluten aufnimmt, fängt das Immunsystem an, das Gluten zu bekämpfen, was Schwellungen und Rötungen des Darms verursacht. Dies wirkt sich auf die Fähigkeit des Darms aus, Nährstoffe aufzunehmen. Die Zöliakie tritt familiär gehäuft auf und Frauen sind etwas häufiger davon betroffen als Männer. Menschen mit anderen Immunstörungen (wie z. B. Diabetes, rheumatoider Arthritis, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen usw.) entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Zöliakie.

Symptome

Typische Symptome sind Durchfall, Blähungen, Gewichtsabnahme und Bauchschmerzen. Weitere Symptome sind unter anderem Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, übelriechender Stuhl, Müdigkeit und ein blasiger Hautausschlag am Gesäß. Kinder mit Zöliakie können langsamer wachsen als ihre Altersgenossen.

Diagnose

Die Diagnose wird normalerweise von einem erfahrenen Arzt oder einem Gastroenterologen auf Grundlage der Symptome und einer körperlichen Untersuchung gestellt, zusammen mit Blutuntersuchungen, die auf das Vorhandensein von gegen Gluten gerichteten Antikörpern (Proteine, die Infektionen bekämpfen) hinweisen können. Eine Endoskopie des Magens und des Dünndarms (eine Kamera, die durch den Mund eingeführt wird) in Verbindung mit einer Biopsie (einer Gewebeprobe des Körpers) sind ebenfalls erforderlich, um die Diagnose zu bestätigen.

Behandlung

Die Hauptbehandlung ist eine glutenfreie Ernährung. Die Symptome legen sich, wenn glutenhaltige Lebensmittel vermieden werden.

Prognose

Eine Glutenunverträglichkeit kann nicht geheilt werden, eine glutenfreie Ernährung kontrolliert jedoch die meisten Symptome einer Zöliakie und beruhigt die Entzündung im Darm. Der Genesungsprozess nach einer Diagnose kann drei bis sechs Monate bei Kindern und bis zu zwei oder drei Jahren bei Erwachsenen dauern. Eine unbehandelte Zöliakie verursacht nicht nur dauerhafte Symptome, sondern kann auch zu einem schweren Vitaminmangel führen.

Vorsorge

Derzeit wird die Vermeidung von Gluten bei der Ernährung von Kleinkindern unter sechs Monaten empfohlen, um einer Glutenunverträglichkeit im späteren Leben vorzubeugen. Das Stillen von Säuglingen kann ebenfalls dabei helfen, Fälle von Glutenunverträglichkeit zu verhindern.