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COVID-19 (Coronavirus-Krankheit 2019), ehemals bekannt als 2019-nCoV

Verfasst von Adas medizinischem Fachpersonal

Stand

  1. COVID-19
  2. Bestätigte betroffene Regionen
  3. Ursachen und Gefahren
  4. Anzeichen und Symptome
  5. Diagnose
  6. Behandlung
  7. Vorbeugen
  8. Mitteilung der WHO „Öffentlicher Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung“.

Der folgende Text basiert auf dem sich ständig weiter entwickelnden, aber noch begrenzten Wissen über das neuartige Coronavirus. Er wird aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind.

2019 Neuartiges Coronavirus (COVID-19)

COVID-19 ist die Krankheit, die aus der Infektion mit einem neuen Atemwegsvirus (SARS-CoV-2) resultiert, das erstmals am 8. Dezember 2019 in Wuhan, Provinz Hubei, China, als Ursache für den Ausbruch einer Atemwegserkrankung identifiziert wurde. Der Name wurde von der WHO vorgeschlagen. Dabei wurden etablierte Richtlinien verwendet, die u.a. einen Bezug zur Krankheit herstellen, den Bezug auf Menschen, Orte oder Tiere, die mit der Krankheit in Verbindung stehen, vermeiden und leicht auszusprechen sind.[1]

Bestätigte betroffene Regionen

Bislang sind die meisten Fälle in China aufgetreten. Zu Beginn wurden dort nur die im Labor bestätigten Fälle gezählt, während jetzt alle Verdachtsfälle mit der klinischen Diagnose einer Lungenentzündung berücksichtigt werden. Diese neuen Fälle wurden nicht unbedingt vom Labor als COVID-19 bestätigt.

Auch in mehreren anderen Ländern Asiens sowie in Australien, Europa und Nordamerika wurden kürzlich Fälle bekannt. Eine weitere weltweite Ausbreitung ist wahrscheinlich.[2]

Ursachen und Gefahren

Coronaviren sind eine große Familie von Viren, die eine Infektion bei einer Vielzahl von Tierarten, einschließlich Vögeln und Säugetieren - wie z.B. Kamelen, Katzen, Kühen und Fledermäusen - verursachen. Coronaviren können sich auch zwischen Tieren und Menschen und in einigen Fällen auch von Mensch zu Mensch ausbreiten. Dies ist zwar selten, hat aber in der Vergangenheit zu Krankheitsausbrüchen geführt (MERS-CoV und SARS).

Die ersten Fälle des COVID-19-Ausbruchs standen in Verbindung mit einem großen Markt, auf dem Meeresfrüchte und lebende Tiere verkauft werden - was darauf hindeutet, dass die Verbreitung durch den Kontakt von Tier zu Mensch erfolgte.

Die späteren Fälle hatten jedoch keinen direkten Kontakt mit Tiermärkten, was auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch hindeutet.[3] Dies wurde sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas beobachtet. Als die Übertragung von Mensch zu Mensch bei MERS und SARS auftrat, ging man davon aus, dass dies vor allem über Tröpfchen geschah, die beim Husten oder Niesen einer infizierten Person entstehen, ähnlich wie bei der Verbreitung von Influenza und anderen Atemwegserkrankungen.[4] Derzeit ist unklar, wie schnell sich das neuartige Coronavirus unter der Bevölkerung ausbreitet.

Anzeichen und Symptome

Nach unserem bisherigen Kenntnisstand kann das Virus leichte, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten, Atembeschwerden, Muskelschmerzen und Müdigkeit verursachen. In einigen Fällen traten ein bis zwei Tage vor der Entwicklung von Fieber und Atemnot auch Durchfall und Übelkeit auf.[5]

Zu den Symptomen des COVID-19 gehören Husten, Halsschmerzen und Kurzatmigkeit.
Symptome des neuartigen Coronavirus

In schwereren Fällen kommt es zu einer schweren Lungenentzündung, einem akuten Atemnotsyndrom, einer Sepsis und einem septischen Schock, die zum Tod des Patienten führen können. Menschen mit bestehenden chronischen Erkrankungen scheinen anfälliger für schwere Verlaufsformen zu sein.[6]

Zu den (bisher) bekannten Vorerkrankungen gehören Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lebererkrankungen und andere Atemwegserkrankungen.[6]

Aktuelle wird die Zeit zwischen der Infektion und dem Einsetzen der Symptome auf einen bis 12,5 Tage mit einem Durchschnitt von fünf bis sechs Tagen geschätzt.

Während die Betroffenen meist dann ansteckend sind, wenn sie (grippeähnliche) Symptome zeigen, gibt es Anzeichen dafür, dass manche Menschen das Virus ohne oder vor dem Auftreten von Symptomen übertragen können. Sollte sich dies bestätigen, würde dies die Früherkennung von COVID-19 erschweren. Für derartige Virusinfektionen ist es jedoch nicht ungewöhnlich - wie z.B. auch bei Masern.[6]

Wenn diese oder ähnliche Symptome bei dir auftreten, kannst du Ada für eine kostenlose Symptomanalyse verwenden. Bitte denke daran, dass diese Symptome auch auf eine Erkältung hindeuten können und weitere Untersuchungen zur Diagnose von COVID-19 notwendig sind.

Diagnose

Laboruntersuchungen von Atem- und Blutproben bestätigen eine SARS-CoV-2-Infektion.[7]

Wer sollte auf COVID-19 getestet werden?[8]

Patienten mit einem plötzlichen Ausbruch von mindestens einem der folgenden Symptome:

  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit.

UND in den 14 Tagen vor dem Auftreten der Symptome hat der Patient/die Patientin mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt:

  • Hatte engen Kontakt mit einem COVID-19-Patienten (durch Arbeit im Gesundheitswesen, Zusammenarbeit in unmittelbarer Nähe oder gemeinsame Nutzung des gleichen Klassenzimmers, gemeinsame Reisen in jeder Art von Verkehrsmitteln oder Leben im gleichen Haushalt).
  • Reisen in Regionen, die von COVID-19-Ausbrüchen betroffen sind
  • Arbeit in einer Gesundheitseinrichtung, in der Patienten mit COVID-19-Infektionen behandelt wurden, oder Besuche selbiger.

Was ist zu tun, wenn diese Kriterien erfüllt sind?

  • Da die Maßnahmen von Land zu Land unterschiedlich sind, wendet man sich am besten an die Gesundheitsbehörden, um Rat zu erhalten, was zu tun ist.
  • Vor dem Besuch einer Arztpraxis oder Notaufnahme dort anrufen und über die letzten Reisen und Symptome informieren und dann dem erteilten Rat folgen.
  • beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit einem Taschentuch oder dem Ärmel (nicht mit den Händen) bedecken.
  • Hände häufig mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife waschen. Ein Handdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwenden, wenn Seife und Wasser nicht verfügbar sind.[8]

Behandlung

Bis heute gibt es kein spezielles Medikament, das zur Vorbeugung oder Behandlung des neuartigen Coronavirus empfohlen wird. Diejenigen, die mit COVID-19 infiziert sind, brauchen jedoch eine adäquate Versorgung zur Linderung und Behandlung der Symptome. Personen mit einer schweren Infektion sollten die bestmögliche Begleitbehandlung erhalten. Einige konkrete Behandlungsmethoden werden derzeit untersucht und in klinischen Studien getestet.[9]

Vorbeugen

Gegenwärtig gibt es keinen Impfstoff zur Verhinderung COVID-19. Die Vermeidung der Exposition gegenüber dem Virus ist der beste Schutz vor einer Ansteckung. Es gelten die Standardmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Atemwegsviren, zu denen folgende gehören:

  • Hände häufig mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife waschen. Wenn keine Seife und kein Wasser zur Verfügung stehen, ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel verwenden.
  • es vermeiden, Augen, Nase und Mund mit ungewaschenen Händen zu berühren
  • engen Kontakt mit Personen, die Fieber und Husten haben, meiden
  • bei Krankheit zu Hause bleiben
  • Beim Husten oder Niesen ein Taschentuch vor das Gesicht halten und es danach in den Müll werfen.
  • häufig berührte Gegenstände und Oberflächen reinigen und desinfizieren.[10]

Für Chinareisende:

Mehrere Länder[8][11][12] empfehlen derzeit, dass Privatpersonen nicht unbedingt nach China reisen sollten. Wenn eine Reise nach China nicht vermieden werden kann oder man sich bereits in China befindet, bitte folgendes beachten:

  • den Kontakt mit kranken Menschen vermeiden
  • Reisen nach China mit dem Arzt besprechen - ältere Erwachsene und Reisende mit gesundheitlichen Problemen können ein Risiko für eine schwerere Form der Erkrankung haben.
  • Tiere (lebende oder tote), Tiermärkte und Produkte, die von Tieren stammen (z.B. ungekochtes Fleisch), vermeiden
  • Hände häufig mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife waschen und ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel verwenden, wenn keine Seife und kein Wasser zur Verfügung stehen.[8]

Mitteilung der WHO „Öffentlicher Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung“.

Diese Erklärung ist mit einigen zusätzlichen Empfehlungen zu den betroffenen und benachbarten Ländern verbunden - als Reaktion auf den Virusausbruch. Viele Länder sind bereits dabei, diese Maßnahmen umzusetzen, so dass die Ankündigung des öffentlichen Gesundheitsnotstands keine großen Auswirkungen auf die genannten Länder hat. Ein internationaler Gesundheitsnotstand ist auch mit zusätzlichen Finanzmitteln und Ressourcen verbunden, um die weltweite Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern und einzudämmen.


  1. World Health Organization. “WHO best practices for naming of new human infectious diseases”. 12 Februar 2020.

  2. European Centre for Disease Prevention and Control. “Novel coronavirus”. 12 Februar 2020.

  3. Centers for Disease Control and Prevention. “About 2019 Novel Coronavirus”. 6 Februar 2020.

  4. Centers for Disease Control and Prevention. “How 2019-nCoV Spreads”. 5 Februar 2020.

  5. JAMA Network. “Clinical Characteristics of 138 Hospitalized Patients With 2019 Novel Coronavirus–Infected Pneumonia in Wuhan, China”. 7 Februar 2020.

  6. European Centre for Disease Prevention and Control. “Novel Coronavirus (2019-nCoV), Questions and Answers”. 9 Februar 2020.

  7. Centers for Disease Control and Prevention. “Novel Coronavirus - Situation Sumamry”. 7 Februar 2020.

  8. Center for Disease Control. "Travel Notices: Novel Coronavirus China". 4 Februar 2020.

  9. World Health Organization. Q&A on coronaviruses. 11 Februar 2020.

  10. Center for Disease Control. "About 2019-nCoV: Prevention & Treatment". 8 Februar 2020.

  11. Auswärtiges Amt. “China: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)”. 10 Februar 2020.

  12. GOV.UK. “Foreign travel advice: China”. 9 Februar 2020.