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Diabetes insipidus

Was ist Diabetes insipidus?

Diabetes insipidus ist eine hormonelle Erkrankung, die den Wasserhaushalt des Körpers beeinträchtigt. Diese Erkrankung tritt auf, wenn das antidiuretisches Hormon (ADH) nicht stark genug in den Nieren wirkt, was wiederum dazu führt, dass die Nieren mehr Wasser als nötig ausscheiden. Dadurch empfinden Betroffene mehr Durst als sonst und produzieren hohe Mengen an verdünntem Urin. Diese Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters. Die Prognose ist gewöhnlicherweise gut, obwohl es zu Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) und zu einem Ungleichgewicht der Elektrolyte kommen kann.

Risiken

Diabetes insipidus ist eine Erkrankung, die den Wasserhaushalt des Körpers beeinträchtigt. Ein Hormon, das sogenannte ADH (antidiuretisches Hormon), hilft den Nieren dabei, den Wasserhaushalt zu regulieren. Ist zu wenig ADH vorhanden oder reagieren die Nieren nicht auf das ADH im Blut, wird vermehrt Wasser in Form von Urin ausgeschieden. Schäden an der Hirnanhangdrüse oder am Hypothalamus (die Bereiche des Gehirns, die für die Produktion des ADH zuständig sind) oder an den Nieren können zu dieser Erkrankung führen. Manche Medikamente können die Reaktion der Nieren auf ADH verringern. Auch eine Schwangerschaft kann diese Erkrankung verursachen, wobei dies eher selten vorkommt. Manche Personen entwickeln diese Erkrankung ohne offensichtliche Ursache. Diabetes insipidus kann Menschen jeden Alters betreffen.

Symptome

Typische Symptome sind ein gesteigertes Durstgefühl, das Trinken von großen Mengen Wasser und das Ausscheiden von großen Mengen Urin. Manche Menschen produzieren bis zu 20 Liter Urin an einem Tag. Mitten in der Nacht aufzuwachen, um zu Wasser zu lassen (Nykturie), gehört ebenfalls zu den damit verbundenen Beschwerden. Betroffene mit dieser Erkrankung können an Flüssigkeitsmangel leiden, wenn sie nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können, um das ausgeschiedene Wasser zu ersetzen. Kinder haben womöglich Fieber und verlieren den Appetit. Auch können sie unter Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust leiden.

Diagnose

Die Diagnose wird basierend auf den Symptomen sowie auf Blut- und Urintests gestellt. Es können spezielle Tests durchgeführt werden, wie zum Beispiel ein Durstversuch. Dabei wird über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg die Menge des ausgeschiedenen Urins gemessen und mit der getrunkenen Wassermenge verglichen. MRT-Aufnahmen (Magnetresonanztomographie) des Gehirns können angefertigt werden, um die Hirnanhangdrüse zu untersuchen.

Behandlung

Die Behandlung hängt von der Ursache des Diabetes insipidus ab. In manchen Fällen reicht es möglicherweise aus, genug Wasser zu trinken, um eine Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) zu verhindern. Häufig ist es notwendig, das ADH (antidiuretisches Hormon) zu ersetzen. Es kann eventuell dazu geraten werden, weniger Salz zu essen oder komplett auf Salz bei der Ernährung zu verzichten.

Prognose

Die meisten Menschen sprechen gut auf die Behandlung an. Komplikationen sind Dehydratation (Flüssgkeitsmangel) und ein ernstes Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts.