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Herpes genitalis

Was ist Herpes genitalis?

Herpes genitalis ist eine virale Erkrankung, die Bläschen auf den Genitalien verursacht. Es ist eine häufige Erkrankung, die sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Sie ist ansteckend und wird durch den direkten körperlichen Kontakt übertragen, oftmals während des Geschlechtsverkehrs. Die Bläschen brennen oder schmerzen oft. Betroffene Personen können auch Fieber oder Schwellungen der Lymphknoten in der Leistengegend haben. Eine Behandlung umfasst antivirale Cremes oder die Einnahme antiviraler Tabletten. Die Symptome treten meist wieder auf, vor allem wenn die Person gestresst oder krank ist.

Risiken

Herpes genitalis wird durch das humane Herpesvirus (HSV) verursacht. Das Virus wird durch Körperkontakt verbreitet. Genitalherpes wird meistens während des Geschlechtsverkehrs übertragen. Betroffene stecken sich meist in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter damit an. Generell ist eine Infektion jedoch in jedem Alter möglich. Menschen, die an anderen sexuell übertragbaren Infektionen leiden, leiden öfter an Genitalherpes.

Symptome

Die typischen Symptome eines Herpes genitalis sind ein Jucken oder Schmerzen im Genitalbereich, gefolgt von kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Diese Bläschen entwickeln sich zu verkrusteten Wunden. Die Symptome können bis zu zwei Wochen andauern. Bricht Genitalherpes das erste Mal bei einer Person aus, so können die Bläschen sehr schmerzhaft sein. Andere Beschwerden sind Fieber, Unwohlsein, Schmerzen beim Wasserlassen, Muskelschmerzen und Schwellungen der Lymphknoten in der Leistengegend. Diese Symptome können im Laufe der Zeit immer wieder auftreten, vor allem in Zeiten von Stress oder Unwohlsein.

Diagnose

Die Diagnose basiert gewöhnlich auf den Symptomen und dem Erscheinungsbild der Bläschen. Die Untersuchung der Flüssigkeit aus dem Bläschen auf das Herpes-simplex-Virus kann zur Bestätigung der Diagnose herangezogen werden.

Behandlung

In minder schweren Fällen, wenn nur wenige Bläschen vorhanden sind und die Person ansonsten gesund ist, kann die Behandlung aus antiviralen Cremes bestehen. Es gibt zudem Tabletten zur Prävention oder Linderung der Symptome eines Ausbruchs der Bläschen. In schweren oder komplizierten Fällen müssen die antiviralen Medikamente intravenös (über einen Tropf) verabreicht werden. Schwangere Frauen mit Herpes genitalis sollten regelmäßig untersucht werden. Babys, die natürlich entbunden werden, können sich mit dem Herpesvirus ihrer Mutter anstecken. Dies kann für das Baby ein Risiko für schwere Komplikationen bedeuten.

Prognose

Die Bläschen bilden sich gewöhnlich innerhalb von ein bis zwei Wochen zurück. Bei den meisten Menschen bleibt das Virus ein Leben lang im Körper, sobald sie einmal angesteckt wurden. Die Bläschen treten häufig wiederholt auf. Stress und ein geschwächtes Immunsystem lösen oft eine Aktivierung des Virus aus.

Vorsorge

Eine Ansteckung mit dem Herpesvirus kann verhindert werden, indem Kondome und Gleitmittel während des Geschlechtsverkehrs verwendet werden. Es ist außerdem empfehlenswert, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, wenn bereits Bläschen vorhanden sind.