Virale Meningitis

Was ist virale Meningitis?

Eine virale Meningitis ist eine Virusinfektion der Hirnhäute (jener Membrane, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben). Es gibt viele mögliche Viren, die diese Infektion hervorrufen können, und viele dieser Viren kommen sehr häufig vor. Eine virale Meningitis wird am häufigsten bei Neugeborenen und jungen Kindern festgestellt. Beschwerden einer Hirnhautentzündung sind unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und Benommenheit. Obwohl ältere Kinder und Erwachsene häufig keine spezifische Behandlung bei einer viralen Meningitis benötigen, sind bei Neugeborenen und Kleinkindern möglicherweise antivirale Medikamente notwendig. Neugeborene und Kleinkinder haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen infolge einer Episode einer viralen Meningitis. Impfungen und eine gute Hygiene können einigen Fällen der Hirnhautentzündung vorbeugen.

Risiken

Eine virale Meningitis ist die häufigste Ursache einer Meningitis. Sie tritt am häufigsten bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern auf, obwohl sie Menschen jeden Alters betreffen kann. Viele häufige Viren können eine virale Meningitis verursachen, darunter das Influenza-Virus, das Herpes-Virus und das Virus der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Weniger häufiger virale Ursachen sind Mumps, Masern, das Humane Immundefizienz-Virus (HIV), das Polio-Virus sowie das West-Nil-Virus, wobei es noch viele andere gibt. Kinder, die nicht umfänglich geimpft wurden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Hirnhautentzündung. Neugeborene und Kleinkinder, die Kontakt zu Menschen mit Virusinfektionen haben, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, diese Erkrankung zu entwickeln.

Symptome

Die typischen Beschwerden einer Meningitis sind unter anderem Kopfschmerzen, Steifheit des Nackens, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Neugeborene und Kleinkinder leiden möglicherweise an Appetitlosigkeit, können schreien oder ungewöhnlich reizbar sein oder benommen wirken. Virusinfektionen können gleichzeitig auch in anderen Körperbereichen zu Symptomen einer Infektion führen, wie zum Beispiel zu einem Hautausschlag oder Atemnot.

Diagnose

Die Diagnose basiert auf den Symptomen, der körperlichen Untersuchung und der Untersuchung einer Probe der Rückenmarksflüssigkeit (jener Flüssigkeit innerhalb der Hirnhäute, die das Gehirn und Rückenmark umgibt) auf Anzeichen einer Meningitis in den Hirnhäuten und zum Ausschluss der Möglichkeit einer bakteriellen Infektion. Dieser Test wird außerdem durchgeführt, um das spezifische, für die Infektion verantwortliche Virus zu bestimmen.

Behandlung

Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist in den meisten Fällen keine besondere Behandlung erforderlich. Diese Menschen sollten jedoch ihre Symptome behandeln lassen. Paracetamol kann Kopfschmerzen lindern und die betroffene Person sollte viel trinken. Neugeborene und Kleinkinder sowie Menschen mit Anzeichen einer Komplikation benötigen möglicherweise eine antivirale Medikation, um das für die Infektion verantwortliche Virus zu bekämpfen.

Prognose

Neugeborene haben das größte Risiko für Komplikationen nach einer Episode einer viralen Meningitis und können schwere Folgen entwickeln, wie zum Beispiel eine Schwellung des Gehirns, Lernschwierigkeiten, Taubheit oder Anfälle. In diesem Alter kann eine virale Meningitis lebensbedrohlich sein. Ältere Kinder und Erwachsene fühlen sich gewöhnlich innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach einer Hirnhautentzündung besser und erholen sich gut. Eine vollständige Genesung kann Wochen dauern. Es kommt nur selten vor, dass betroffene Personen dieser Altersklasse langwierige Komplikationen entwickeln.

Vorsorge

Einige häufige Ursachen einer viralen Meningitis sind durch eine Impfung vermeidbar. Die Einhaltung des empfohlenen Impfplans kann einigen Fällen von Meningitis vorbeugen. Eine gute Hygiene, wie etwa das Waschen der Hände, kann ebenfalls dabei helfen, einige Fälle der Hirnhautentzündung zu vermeiden.

Andere Bezeichnung für virale Meningitis

  • eine Virusinfektion der Hirn- und Rückenmarkshäute