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Gonorrhö

Was ist Gonorrhö?

Die Gonorrhö ist eine häufig vorkommende sexuell übertragbare bakterielle Infektion mit dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae. Diese Erkrankung wird manchmal auch als "Tripper" bezeichnet und ist eine häufige Erkrankung. Gonorrhö infiziert meistens die Harnröhre (die Verbindung zwischen der Blase und der Haut) sowie den Gebärmutterhals bei Frauen. Typische Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen und ein Ausfluss aus der Harnröhre. Viele Betroffene mit Gonorrhö zeigen keine Symptome und die Erkrankung wird erst bei Screening-Untersuchungen (Untersuchung von Menschen ohne Symptome) diagnostiziert. Gonorrhö wird mit Antibiotika behandelt und auch die Sexualpartner müssen behandelt werden. Die meisten Personen erholen sich gut und haben keine weiteren Probleme, wenn sie in einem frühen Stadium behandelt werden. Unbehandelte Infektionen können zu Komplikationen, wie Unfruchtbarkeit, führen.

Risiken

Gonorrhö wird meistens durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner übertragen. Es ist auch möglich, dass ein Neugeborenes während der Geburt durch die Mutter infiziert wird. Personen zwischen 15 und 35 Jahren erkranken am wahrscheinlichsten an Gonorrhö. Das Risiko für Gonorrhö ist bei Personen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, sehr hoch.

Symptome

Die Gonorrhö verursacht oftmals keine Beschwerden. Sowohl Männer als auch Frauen können beim Wasserlassen ein Brennen verspüren. Männer können außerdem einen hellen oder gelben Ausfluss aus dem Penis, Schmerzen beim Samenerguss oder geschwollene Hoden haben. Frauen können einen hellen oder gelben Ausfluss aus der Scheide, Blutungen aus der Scheide nach dem Geschlechtsverkehr oder zwischen den Regelblutungen und Schmerzen im unteren Bauch haben. Besteht eine Gonorrhö-Infektion in anderen Körperbereichen, können andere Symptome auftreten, wie z.B. Halsschmerzen, schmerzhafter Stuhlgang oder Ausfluss aus dem After. Infiziert sich ein Neugeborenes während der Geburt, kann es zu einer Bindehautentzündung (einer Augeninfektion) oder einer Racheninfektion kommen.

Diagnose

Die Diagnose basiert auf einem Abstrich der Genitalien (des Penis oder des Gebärmutterhalses) oder anderer Körperteile, die mit dem Neisseria gonorrhoeae-Bakterium infiziert sind. Auch während einer gynäkologischen Untersuchung können Anzeichen einer Gonorrhö gefunden werden.

Behandlung

Die Gonorrhö wird mit Antibiotika behandelt. Es ist wichtig, Sexualpartner über die Diagnose zu informieren, sodass sie sich ebenfalls behandeln lassen können.

Prognose

Bleibt sie unbehandelt, kann die Infektion zu Vernarbungen und einer Verengung der Harnröhre (Verbindung zwischen der Blase und der Haut) führen. Eine unbehandelte Gonorrhö kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen. Frauen haben ein erhöhtes Risiko, Komplikationen zu entwickeln. Dazu gehören Vernarbungen und Verengungen der Eileiter (Verbindung, durch die die Eizellen von den Eierstöcken in die Gebärmutter gelangen) oder eine Infektion im Becken und unteren Bauch.

Vorsorge

Gonorrhö kann durch die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr verhindert werden. Es ist wichtig, auch die Sexualpartner zu behandeln, um so eine erneute Ansteckung und eine Verbreitung der Infektion zu vermeiden.

Andere Bezeichnung für Gonorrhö

  • bakterielle Infektion der Genitalien