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Leberzirrhose

  1. Was ist Leberzirrhose?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge

Was ist Leberzirrhose?

Die Leberzirrhose ist häufig das Endstadium einer bestehenden Lebererkrankung. Dabei schrumpft die Leber und vernarbt, sodass die Funktion immer weiter eingeschränkt wird. Es gibt viele mögliche Ursachen für eine Leberzirrhose, zu den häufigsten zählen Hepatitis (Entzündung der Leber), Fettleber und ein langjähriger, starker Alkoholkonsum. Für die Diagnose können verschiedene Untersuchungen nötig sein, die darauf abzielen, die Ursache der Schädigung zu finden sowie die verbliebene Leberfunktion zu messen. Eine Behandlung zielt auf die zugrunde liegende Ursache und die Vermeidung weiterer Schäden der Leber ab. Es ist wichtig, komplett auf Alkohol zu verzichten und auf eine eiweißarme Ernährung zu achten. Es gibt keine Heilung für eine Leberzirrhose, eine gute Behandlung kann den Vernarbungsprozess jedoch verlangsamen und das Fortschreiten der Erkrankung stoppen.

Risiken

Die Leberzirrhose tritt auf, wenn eine langwierige Krankheit dazu führt, dass die Leber Narbengewebe bildet. Dieses Narbengewebe ersetzt die normale, gesunde Leber, wodurch sie weniger effektiv wird. Die Leber hat viele Funktionen: sie baut zahlreiche Substanzen ab, die wir zu uns nehmen (wie Alkohol und einige Medikamente), sie produziert Substanzen für die Verdauung (Galle) und Proteine für die Blutgerinnung und speichert Zucker als zukünftige Energiequelle. Zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose zählen langjähriger, exzessiver Alkoholkonsum sowie eine langanhaltende Entzündung der Leber durch Hepatitis-B oder -C-Viren. Andere Ursachen sind Entzündungen, die durch Autoimmunerkrankungen verursacht werden, wobei das Immunsystem die Leber oder die Gallengänge angreift. Eine stark vermehrte Einlagerung von Eisen (Hämochromatose) oder Fett (Fettleber) in die Leber, können ebenfalls ursächlich sein, sowie einige leberschädigende Medikamente. Leberzirrhose kommt sehr häufig vor und betrifft meist ältere Erwachsene mit den oben genannten Vorerkrankungen. Fettleibigkeit ist ebenfalls ein Risikofaktor.

Symptome

Zu den typischen Symptome zählen Müdigkeit, juckende Haut, Muskelzittern (Tremor), Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Muskelschwund, eine Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht), kleine spinnenartige Blutgefäße auf der Haut sowie eine Schwellung der Beine und des Bauches. Mit fortschreitender Erkrankung können die betroffenen Personen verwirrt, vergesslich und schläfrig werden. Die Symptome einer Leberzirrhose treten auf, wenn die Leber so stark vernarbt ist, dass Blut nicht mehr frei durch sie durchfließen kann und sie in ihrer Funktion eingeschränkt wird. Aus diesem Grund zeigen sich die Symptome erst in späteren Stadien der Zirrhose.

Diagnose

Die Diagnose wird durch einen Arzt gestellt, der die Symptome bewertet, eine körperliche Untersuchung durchführt und einen Bluttest macht, um die Leberfunktion zu untersuchen und mögliche zugrunde liegende Ursachen, wie das Hepatitisvirus oder Anzeichen einer Entzündung im Körper auszumachen. In vielen Fällen ist auch ein Ultraschall oder eine CT-Untersuchung der Leber notwendig. In manchen Fällen wird möglicherweise eine kleine Probe der Leber (Biopsie) entnommen, um die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln.

Behandlung

Die Behandlung hängt von der Ursache der Leberzirrhose und dem Stadium des Leberschadens zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Ist die zugrunde liegende Ursache bekannt, sollte diese behandelt oder unter Kontrolle gebracht werden. Häufige Behandlungsmethoden, die darauf abzielen, die Symptomatik zu vermindern, sind eine Reduktion des Alkoholkonsums, die Einnahme von Laktulose (ein vom Körper nicht abbaubarer Zucker) und eine eiweißarme Ernährung. Andere Maßnahme sind möglicherweise notwendig, um Komplikationen zu finden oder zu behandeln. Das letzte Mittel im Falle eines totalen Leberversagens ist eine Lebertransplantation.

Prognose

Es gibt kein Heilmittel für die Leberzirrhose. Mit einer angemessenen Behandlung kann ein Fortschreiten jedoch verlangsamt oder gestoppt werden.

Vorsorge

In vielen Fällen kann ein gemäßigter Alkoholkonsums oder eine Prävention von Hepatitis-B- oder -C-Infektionen dazu beitragen, diese Erkrankung verhindern. Zudem ist es hilfreich, ein gesundes Gewicht zu halten.