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Multiples Myelom

  1. Was ist multiples Myelom?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose

Was ist multiples Myelom?

Das multiple Myelom ist ein Krebs, der das Knochenmark betrifft. Im Knochenmark entstehen Blutzellen und reifen heran. Ein Myelom entsteht durch eine weiße Blutzelle, die Plasmazelle genannt wird. Diese produziert normalerweise Proteine, die Infektionen bekämpfen (Antikörper). Entsteht ein Plasmazellenkrebs, wachsen die Plasmazellen im Knochenmark nicht nur unkontrolliert, sondern sie beeinträchtigt auch die Fähigkeit des Knochenmarks, andere gesunde Blutzellen zu bilden. Das multiple Myelom trägt seinen Namen aufgrund der Tatsache, dass der Krebs oftmals in mehreren verschiedenen Knochen gefunden wird. Symptome des multiplen Myeloms können infolge der verringerten Anzahl normaler Blutzellen entstehen und sind unter anderem Blässe, Atemnot, starke Müdigkeit und Zahnfleischbluten. Die Symptome können jedoch auch durch das schnelle Wachstum der Krebszellen verursacht werden, zum Beispiel ein unerwarteter Gewichtsverlust, Knochenschmerzen oder brüchige Knochen. Es gibt derzeit kein Heilmittel für das multiple Myelom, es sind jedoch Behandlungsmethoden bekannt, die dabei helfen, die Erkrankung zu kontrollieren. Ein Myelom ist in der Regel ein langsam wachsender Krebs, weshalb die Prognose von anderen Faktoren, wie dem Alter der betroffenen Person, der Aggressivität des Karzinoms und der Entwicklung von Komplikationen abhängt.

Risiken

Das multiple Myelom ist ein Krebs, der Zellen befällt, die im Knochenmark wachsen. Das Knochenmark ist ein schwammartiges Gewebe in den Knochen, in dem alle Blutzellen heranwachsen und reifen. Plasmazellen sind eine Art der weißen Blutzellen, die dem Körper bei der Bekämpfung von Infektionen helfen, indem sie Proteine, so genannte Antikörper, produzieren. Ein Myelom ist ein Krebs, der aus entarteten Plasmazellen entsteht. Er führt dazu, dass diese sich schnell vermehren. Dieser Überschuss an Plasmazellen unterdrückt das Wachstum gesunder Blutzellen. Dies beeinträchtigt wiederum die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff zu transportieren, bei Blutungen durch Gerinnung zu stoppen und Infektionen zu bekämpfen. Ebenso produzieren diese Plasmazellen zusätzliche Proteine, die die Nieren schädigen können. Die Ursache des multiplen Myeloms ist unbekannt, jedoch steigt das Risiko, ein multiples Myelom zu entwickeln, mit zunehmendem Alter. Selten sind Personen unter 40 Jahren davon betroffen; meistens wird der Krebs vor dem 70. Lebensjahr diagnostiziert. Bei Männern besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, ein multiples Myelom zu entwickeln, als bei Frauen.

Symptome

Übliche Symptome sind Blässe, Atemnot, Müdigkeit und Zahnfleischbluten. Andere mögliche Beschwerden sind Gewichtsverlust, Knochenschmerzen und brüchige Knochen. Manche Personen können unter Blutgerinnseln, wiederkehrenden Infektionen oder Nierenproblemen leiden. Es ist möglich, dass sich in den frühen Stadien dieser Erkrankung keine Symptome zeigen, da sich diese erst im Laufe der Krankheit entwickeln.

Diagnose

Die Diagnose kann basierend auf den Symptomen und einer körperlichen Untersuchung vermutet, jedoch nur durch weitere Untersuchungen bestätigt werden. Blutuntersuchungen können aufzeigen, ob ein Problem mit der Blutzellproduktion besteht, und Urintests können ein zusätzliches Protein nachweisen, das infolge der erhöhten Aktivität der Plasmazellen produziert wird. Ein PET-Scan (eine spezielle Art der CT-Untersuchung) kann durchgeführt werden, um nach weiteren Lokalisationen des multiplen Myeloms im Körper zu suchen. Eine kleine Probe des Knochenmarks (Biopsie) wird mit einer Nadel entnommen und auf Krebszellen hin untersucht.

Behandlung

Es gibt derzeit kein Heilmittel für das multiple Myelom, es sind jedoch Behandlungsmethoden bekannt, die dabei helfen, die Erkrankung zu kontrollieren. Eine Behandlung kann aus einer Kombination aus Chemotherapie, Strahlentherapie und Stammzelltransplantation bestehen. Die genaue Kombination der Therapiemethoden hängt vom Stadium der Krankheit, dem allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person und dem Auftreten von Komplikationen ab. Der behandelnde Arzt kann im einzelnen Fall die beste Empfehlung hinsichtlich einer Behandlung aussprechen. Komplikationen, wie Knochenschmerzen, Frakturen, Anämie und Nierenschäden bedürfen möglicherweise einer besonderen Behandlung.

Prognose

Das multiple Myelom ist nicht vollständig heilbar. Die Prognose variiert von Person zu Person sehr stark und hängt vom Alter der Person und der Aggressivität des Krebses ab, sowie davon, ob der Krebs gut auf die Therapie anspricht. Ältere Menschen und Menschen, die Komplikationen, wie Infektionen und Nierenschäden, entwickeln, haben ein erhöhtes Risiko, infolge dieser Erkrankung zu versterben.