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Multiple Sklerose

Was ist multiple Sklerose?

Multiple Sklerose (meist MS genannt) ist eine neurologische Erkrankung, bei der die Nerven langsam und fortschreitend geschädigt werden. Die Ursache hierfür ist noch unbekannt, steht jedoch möglicherweise mit einem überaktiven Immunsystem in Zusammenhang. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und wird meist im Alter von 15 bis 60 Jahren diagnostiziert. Da alle Nerven im Gehirn und Rückenmark betroffen sein können, fallen die Symptome der MS sehr unterschiedlich aus. Häufige Beschwerden sind Sehstörungen, sowie Taubheit, Kribbeln und Muskelschwäche in den Armen und Beinen. MS wird von einem Neurologen anhand einer Magnetresonanztomographie (MRT) diagnostiziert. Die Symptome können schubförmig auftreten (Symptome kommen und gehen, es gibt beschwerdefreie Phasen) oder sie verschlimmern sich konstant. Es gibt Behandlungen, die die Symptome lindern und das Fortschreiten von Nervenschäden verlangsamen, jedoch existiert keine Heilung für MS.

Risiken

Am häufigsten erkranken junge Frauen an MS. Betroffene Männer sind im Durchschnitt etwas älter. Meist wird die multiple Sklerose zwischen 15 und 60 Jahren diagnostiziert, aber sie kann bei Menschen jeder Altersklasse auftreten. Wenn Fälle von multipler Sklerose in der Familie bekannt sind, ist das Risiko etwas höher, selbst daran zu erkranken. Die Ursache der multiplen Sklerose ist unbekannt. Es liegt jedoch eine Überaktivität des Immunsystems vor, das körpereigene Nervenzellen angreift.

Symptome

Die multiple Sklerose kann alle Nerven im Gehirn und Rückenmark betreffen, weshalb die Beschwerden bei Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen. Häufige Symptome sind Sehverlust, Taubheitsgefühl an Armen oder Beinen, Schwäche in Armen oder Beinen, sowie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Manche Menschen entwickeln Darm- und Blasenprobleme. Außerdem fühlen sich Betroffene häufig müde und abgeschlagen. Die Symptome treten oft schubförmig auf (Symptome kommen und gehen, dazwischen gibt es beschwerdefreie Phasen) oder sie verschlimmern sich schrittweise ohne zwischenzeitliche Besserung. Warmes Klima oder warme Bäder können die Beschwerden verschlimmern.

Diagnose

Die Diagnose wird von einem Neurologen aufgrund der Beschwerden, einer körperlichen Untersuchung und einer Magnetresonanztomographie (MRT) gestellt. Weitere Untersuchungen umfassen Funktionstests einzelner Nerven, Bluttests und eine Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (auch Nervenwasser genannt).

Behandlung

Die medikamentöse Behandlung besteht meist aus einer Unterdrückung des Immunsystems, sodass die Schwere eines Schubs verringert wird und der Zeitraum zwischen zwei Schüben verlängert wird. Es gibt viele Medikamente, die diese Wirkung haben und das häufigste bei einer MS eingesetzte Medikament ist Interferon. Eine vollständige Heilung für multiple Sklerose gibt es aktuell nicht. Körperliche Betätigung und eine Physiotherapie können dabei helfen, Kraft und Gleichgewicht zu erhalten und nach einem Schub wiederherzustellen.

Prognose

Viele Personen mit multipler Sklerose entwickeln Nervenschäden. Die Prognose und Art der Behinderung unterscheiden sich jedoch von Fall zu Fall. Die Lebenserwartung bei Menschen mit MS ist geringfügig kürzer als in der Allgemeinbevölkerung. Viele Betroffene entwickeln langfristig Symptome, die nicht verschwinden und sich mit der Zeit verschlimmern. Durch eine Behandlung kann das Fortschreiten der Erkrankung wesentlich verlangsamt werden. Ein frühzeitiger Behandlungsbeginn führt oft zu einer längeren beschwerdefreien Zeit und einem langsameren Fortschreiten der Symptome.