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Myasthenia gravis

Was ist Myasthenia gravis?

Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, die dazu führt, dass die Muskeln schwach werden und schnell ermüden. Das Immunsystem produziert Proteine (Antikörper), die die Verbindung zwischen Nerven und Muskeln angreifen. Dadurch kommt es zu einer Schwäche und zu schneller Ermüdung der betroffenen Muskeln. Häufig sind die Augen zuerst betroffen, wodurch es oft zu hängenden Augenlidern, verschwommener Sicht und Doppelbildern kommt. Die Beschwerden verschlechtern sich oft im Laufe des Tages und bei Anstrengung, sind aber nach Ruhepausen wieder besser. Es können Medikamente eingesetzt werden, die die Verbindung zwischen Nerven und Muskeln stärken. Bei früher Diagnosestellung und unter bei dauerhafter Einnahme von Medikamenten ist die Prognose für Erkrankte sehr gut. In manchen Fällen hilft auch eine chirurgische Entfernung der Thymusdrüse.

Risiken

Myasthenia gravis ist eine seltene Erkrankung. Sie tritt auf, wenn das Immunsystem fälschlicherweise Proteine (Antikörper) produziert, die körpereigene Verbindungen zwischen Nerven und Muskeln angreifen und schwächen. Die Ursache hierfür ist nicht bekannt, es wird jedoch vermutet, dass eine überaktive Thymusdrüse teilweise dafür verantwortlich ist. Frauen erkranken häufiger als Männer an dieser Erkrankung und sie wird im Alter zunehmend häufiger.

Symptome

Das Hauptsymptom bei Myasthenia gravis ist eine Muskelschwäche, die sich im Laufe des Tages verschlimmert. Die am häufigsten betroffenen Muskeln befinden sich an den Augen, im Gesicht und am Hals. Betroffene bemerken möglicherweise, dass ihre Augenlider herunter hängen, dass sie verschwommen oder doppelt sehen oder Schwierigkeiten beim Kauen, Sprechen oder Schlucken haben. Sind die Muskeln an Armen und Beinen betroffen, kann dies zu Problemen beim Gehen, zu Haltungsschäden und zu Gleichgewichtsstörungen führen. In manchen Fällen kann es zu einer plötzlichen Verschlechterung der Beschwerden kommen. Diese Notfälle können zu einer Schwächung der Atemmuskulatur und somit zu schweren Atemproblemen führen, die mit der Unfähigkeit zu husten einhergehen.

Diagnose

Die Diagnose kann anhand der Symptome, einer neurologischen Untersuchung und durch eine Blutuntersuchung auf Antikörper bestätigt werden. Andere Tests der Nerven- und Muskelfunktionen können helfen, die Diagnose zu bestätigen.

Behandlung

Die Muskelschwäche kann durch die Einnahme von Medikamenten, die die gestörte Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln verbessern, reduziert werden. Reicht dies nicht aus, werden Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, wie zum Beispiel Cortison, eingesetzt. Bei einer plötzlichen oder starken Verschlechterung, muss im Krankenhaus weiter behandelt werden. In manchen Fällen hilft eine operative Entfernung der Thymusdrüse.

Prognose

Myasthenia gravis ist eine lebenslange Erkrankung. Die Prognose hängt von der Schwere der Symptome zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Durch eine gute Behandlung ist es möglich, die Symptome zu lindern, wodurch viele Menschen mit Myasthenia gravis gut zurechtkommen.