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Systemischer Lupus erythematodes

Was ist systemischer Lupus erythematodes?

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise normale Zellen angreift (eine Autoimmunerkrankung). Der Grund hierfür ist nicht hinreichend bekannt, doch einige Medikamente, Rauchen und Fälle von SLE in der Familie erhöhen allesamt das Risiko einer Person für die Entwicklung dieser Erkrankung. SLE tritt bei Frauen häufiger als bei Männern auf und betrifft gewöhnlich Erwachsene im Alter zwischen 18 und 50 Jahren. SLE kann zu verschiedenen Symptomen führen, die häufigsten Beschwerden sind jedoch Müdigkeit, Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Gewichtsveränderungen und ein Hautausschlag auf der Nase und den Wangen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu verhindern.

Risiken

Autoimmunerkrankungen treten auf, wenn das Immunsystem fälschlicherweise Antikörper (Eiweiße, die Infektionen bekämpfen) produziert, die die körpereigenen gesunden Zellen angreifen. Die Gründe, wieso dies bei Menschen mit SLE passiert, sind nicht geklärt, es wird jedoch angenommen, dass mehrere Faktoren gemeinsam diese Erkrankung auslösen. Die Gene spielen vermutlich ebenso eine Rolle hierbei, da SLE familiär gehäuft vorkommt. Rauchen und bestimmte Medikamente kommen ebenfalls als Auslöser für die Erkrankung in Frage. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer und die meisten Menschen werden im Alter von 18 bis 50 Jahren diagnostiziert.

Symptome

SLE kann mehrere Teile des Körpers betreffen und Symptome verursachen, die sich von Person zu Person unterscheiden. Einige Menschen leiden unter schwereren Symptomen als andere. Allgemeine Beschwerden sind Gelenkschmerzen und -schwellungen, Müdigkeit, Fieber und ein Hautausschlag auf den Wangen und dem Nasenrücken (Schmetterlingserythem), der sich bei Sonneneinwirkung verschlimmert. Andere Symptome sind unter anderem Haarausfall, Wunden im Mund und ein Anschwellen der Lymphknoten. Je nachdem, welche Organe beteiligt sind, kann es auch zu weiteren Symptomen kommen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt basierend auf klinischen Symptomen und einem positiv auf SLE-typische Antikörper (antinukleare Antikörper) ausgefallenen Bluttest. Es werden Blut- und Urintests durchgeführt, um die betroffene Person auf Anzeichen eines Nierenschadens zu untersuchen.

Behandlung

Die entsprechende Behandlung hängt von der Schwere der Krankheit und der von SLE betroffenen Organe ab. Menschen mit SLE sollten sich hinsichtlich der Faktoren in ihrem Alltag beraten lassen, die sich auf ihre Symptome auswirken, wie zum Beispiel der Schutz vor Sonnenlicht, eine gesunde Ernährung und eine angemessene Trainingsroutine. Gelenkschmerzen können kurzzeitig mit einfachen Schmerzmitteln wie Ibuprofen gelindert werden. Die Immunreaktion bei Menschen mit SLE wird mittels Steroidmedikamenten in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt, die das Immunsystem unterdrücken. Andere Medikamente sind möglicherweise notwendig, um damit verbundene Erkrankungen zu behandeln, z. B. zur Verhinderung eines Nierenschadens.

Prognose

Es gibt keine Heilung für SLE, die Symptome und Komplikationen lassen sich jedoch durch eine sorgfältige Behandlung verringern. Zu den möglichen Komplikationen von SLE gehören Organschäden, insbesondere der Nieren und Blutgefäße sowie Probleme des Herzens. Bei Frauen mit SLE besteht das Risiko einer Fehlgeburt, wenn sie versuchen, schwanger zu werden, sowie für andere Komplikationen während der Schwangerschaft.

Vorsorge

Menschen mit SLE sollten sich regelmäßig untersuchen lassen, um Komplikationen vorzubeugen. Maßnahmen gegen direkte Sonneneinstrahlung können vielen Betroffenen helfen.