Instabile Angina pectoris

Was ist instabile Angina pectoris?

Eine instabile Angina, auch als instabile Angina pectoris bekannt, ist ein medizinischer Notfall mit plötzlichen Schmerzen oder einem Engegefühl in der Brust, das sich in kürzester Zeit verschlimmert. Obwohl es sich nicht um einen Herzinfarkt handelt, ähneln die Symptome stark denen eines Herzinfarktes. Außerdem sind sie ein Warnzeichen dafür, dass eine Person in naher Zukunft einen Herzinfarkt erleiden kann. Die Symptome sind in der Regel nicht vorhersehbar und werden durch körperliche Ruhe oft nicht gelindert. Die Erkrankung tritt auf, wenn die Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens verringert ist. Eine Verhärtung und Verengung der Blutgefäße im Herzen durch eine Arteriosklerose sind die häufigsten Ursachen einer instabilen Angina. Vorwiegend erkranken ältere Erwachsene, Raucher und Personen mit einem hohen Blutdruck oder einem hohen Cholesterinspiegel daran. Die Behandlung umfasst kurzfristige Ansätze, um die Schmerzen zu lindern und die Blutgefäße des Herzens zu entlasten. Außerdem werden Medikamente über einen längeren Zeitraum verschrieben und Veränderungen der Lebensweise vorgenommen, um die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes in der Zukunft zu verringern. Die meisten Betroffenen lernen unter guter Anleitung, mit ihren Symptomen umzugehen. Ohne Behandlung kann sich die zugrunde liegende Ursache jedoch verschlimmern und möglicherweise einen Herzinfarkt verursachen.

Risiken

Eine Angina tritt auf, wenn das Herz zeitweise nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Der Grund dafür sind Verengungen in den Blutgefäßen des Herzens, die die Versorgung des Herzens mit ausreichend Blut erschweren, wenn es schwerer arbeiten muss (zum Beispiel beim Training). Eine instabile Angina tritt auf, wenn die Blutgefäße sehr eng werden. Dieser Zustand ähnelt einem Herzinfarkt und ist ein Warnhinweis dafür, dass eine Person möglicherweise in Zukunft einen Herzinfarkt erleidet. Die häufigste Ursache ist eine Arteriosklerose, d. h. eine Verengung und Ablagerungen in Blutgefäßen im Laufe der Zeit. Ältere Personen und solche mit Krankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck und einem hohen Cholesterinspiegel, erkranken häufiger daran. Auch das Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Angina.

Symptome

Die typischen Symptome einer Angina sind ein Druckgefühl im Brustkorb oder Schmerzen, die in den linken Arm, den Rücken, den Kiefer oder den Nacken strahlen. Es können zudem Beschwerden wie Schwitzen und Atemnot sowie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Die Symptome einer instabilen Angina setzen oft sehr schnell ein und haben möglicherweise keinen vorhersagbaren Auslöser. Einige Personen leiden auch in Ruhe unter den Symptomen. Manchen Betroffenen helfen Nitroglyzerin-Sprays oder Tabletten (Glyceryltrinitrat) nicht bei der Linderung der Symptome.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt gewöhnlich basierend auf den Symptomen, einer körperlichen Untersuchung und einem Elektrokardiogramm (EKG). Am zuverlässigsten werden Blockaden in Blutgefäßen des Herzens mittels einer Koronarangiographie ermittelt. Dabei wird eine Flüssigkeit, ein sogenanntes Kontrastmittel, in die Blutgefäße des Herzens injiziert und Röntgenbilder erstellt, um die Blockaden zu erkennen. Ein Bluttest wird durchgeführt, um einen Herzinfarkt auszuschließen. Andere Tests sind möglicherweise ein Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) und eine Überprüfung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels.

Behandlung

Die Behandlung einer instabilen Angina umfasst kurzfristige Maßnahmen zur Schmerzlinderung und langanhaltende Maßnahmen zur Vermeidung eines Herzinfarktes. Personen mit Brustschmerzen sollten Nitroglyzerin als Spray, Tabletten oder Kapseln verwenden. Hält der Schmerz an oder wird er schlimmer, sollte die Person dringend eine Notaufnahme aufsuchen. Bestehen Warnzeichen für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko, wird möglicherweise eine Darstellung der Gefäße mittels einer Röntgenuntersuchung durchgeführt. Außerdem kann ein kleines Drahtrohr (ein Stent) eingesetzt werden, um Blockaden in den Blutgefäßen zu öffnen. Eine langfristige Behandlung einer instabilen Angina besteht oftmals aus blutverdünnenden Medikamenten, aus Medikamenten zur Regulierung des Blutdrucks und aus Medikamenten, die den Cholesterinspiegel senken. Durch die Teilnahme an einem Bewegungsprogramm (kardiologische Rehabilitation) kann die Funktion des Herzens verbessert werden. Letztlich sind möglicherweise ein Eingriff, bei dem die verengten Blutgefäße des Herzens mit einem Stent geöffnet werden, oder sogar eine Gefäßersatz-Operation erforderlich, um einem Herzinfarkt vorzubeugen.

Prognose

Die Prognose hängt von der Anzahl und der Schwere der Blockaden in den Gefäßen des Herzens ab. Bei einer unbehandelten instabilen Angina besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es letztendlich zu einem Herzinfarkt kommt.

Vorsorge

Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßiges Training, ein gesundes Gewicht und der Verzicht auf das Rauchen können dabei helfen, die Entwicklung von Blockaden in den Blutgefäßen des Herzens zu verhindern. Der Cholesterinspiegel, der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel sollten gut eingestellt werden, um dieser Erkrankung vorzubeugen.

Andere Bezeichnung für instabile Angina pectoris

  • Schmerzen im Brustkorb aufgrund einer verminderten Blutversorgung des Herzmuskels