Analkarzinom

Was ist Analkarzinom?

Ein Analkarzinom ist ein Krebs, der im After, der Öffnung am Ende des Enddarms, entsteht. Der Enddarm ist der letzte Abschnitt des Dickdarms, in dem der Stuhl aufbewahrt wird, bis dieser durch den After aus dem Körper ausgeschieden wird. Diese Erkrankung ist selten und Betrifft hauptsächlich ältere Erwachsene. Frühe Symptome des Analkarzinoms sind Blutungen oder Jucken um den After, ein Geschwür in oder am After sowie Analschmerzen. Das Analkarzinom wächst langsam und mit einer frühzeitigen Behandlung gibt es relativ gute Prognosen.

Risiken

Die Ursachen von Analkrebs sind nicht hinreichend bekannt. Er wird stark mit einer Infektion des Warzenvirus, dem humanen Papillomavirus (HPV), in Verbindung gebracht. Andere Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, ungeschützter Geschlechtsverkehr und Rauchen. Frauen, bei denen Gebärmutter-, Vulva- oder Scheidenkrebs diagnostiziert wurde, haben ein erhöhtes Risiko an einem Analkarzinom zu erkranken. Dieser Krebs ist unter Männern und Frauen gleichermaßen verbreitet und tritt häufiger bei älteren Personen auf.

Symptome

Frühe Symptome des Analkarzinoms beinhalten Blutungen im Bereich um den After, ein Geschwür in oder neben dem After, anales Jucken und Ausfluss aus dem After. Andere Symptome können Analschmerzen, eine Veränderung Stuhlgewohnheiten sowie geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend und der Analregion einschließen.

Diagnose

Eine Diagnose wird üblicherweise durch die Untersuchung des Analbereichs und die Durchführung einer rektalen Untersuchung gestellt, bei der ein Arzt vorsichtig das Innere des Afters nach Geschwüren abtastet. Dieser Test ermöglicht es häufig, Analkrebs frühzeitig festzustellen. Weitere hilfreiche Tests sind eine Endoskopie, bei der After und Mastdarm mit einer flexiblem Kamera begutachtet werden, sowie eine Ultraschall-Untersuchung des Analbereichs. Werden dabei Wucherungen entdeckt, wird eine kleine Probe (Biopsie) entnommen und untersucht. So wird geprüft, ob es sich dabei um Krebs handelt. Sollte einer der Tests positiv auf Krebs ausfallen, werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um das Krebsstadium zu ermitteln.

Behandlung

Die Behandlung von Analkrebs hängt von seiner Größe, der genauen Art sowie davon ab, ob der Krebs bei Diagnosetellung bereits gestreut hat. Die Kombination dieser Faktoren bestimmt das Krebsstadium. Je nach Stadium kann Analkrebs durch eine Strahlentherapie, einen chirurgischen Eingriff, eine Chemotherapie oder eine Kombination dieser Therapien behandelt werden. Der behandelnde Arzt kann die beste Empfehlung hinsichtlich einer Behandlung aussprechen.

Prognose

Da das Analkarzinom normalerweise langsam wächst, können viele Betroffene im Frühstadium diagnostiziert und behandelt werden und erholen sich daraufhin gut. Die Prognose hängt jedoch hauptsächlich von der Größe des Karzinoms und davon ab, ob der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnose bereits gestreut hat.

Vorsorge

Schutz beim Geschlechtsverkehr (Safer Sex) kann in einigen Fällen dazu beitragen, ein Analkarzinoms zu verhindern. Außerdem kann eine Schutzimpfung gegen das humane Papillomavirus (HPV) vorbeugend wirken, sofern die betroffene Person noch nicht mit dem Virus infiziert war. Mit dem Rauchen aufzuhören, hat ebenfalls einen präventiven Effekt. Regelmäßige rektale Untersuchungen können dabei helfen, das Analkarzinom noch vor dem Auftreten der Symptome zu entdecken.