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Konversionsstörung

  1. Was ist Konversionsstörung?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge

Was ist Konversionsstörung?

Bei einer Konversionsstörung werden Symptome wahrgenommen, für die es keine körperlichen Ursachen gibt. Beispielsweise können Schwächegefühle, Bewegungsstörungen, Missempfindungen oder ein Blackout auftreten. Solche Episoden werden fast immer durch belastende Ereignisse, emotionale Probleme oder andere psychische Erkrankungen (beispielsweise Depressionen) ausgelöst. Da eine Konversionsstörung sich häufig mit der Zeit wieder legt, ist eine Behandlung oftmals nicht nötig. In einigen Fällen kann ein Krankenhausaufenthalt jedoch trotzdem ratsam sein.

Risiken

Eine Konversionsstörung kommt relativ häufig vor und tritt bei Frauen etwa dreimal so oft wie bei Männern auf. Das Auftreten im Alter von 20 bis 50 Jahren ist typisch, es kann jedoch auch jede andere Altergruppe betroffen sein. Eine Konversionsstörung ist eine körperliche Reaktion auf übermäßigen Stress oder eine emotionale Belastung. Ein gängiges Beispiel für diese Erkrankung ist Herzrasen bei Nervosität, wobei die Symptome bei einer Konversionsstörung auch dramatischer sein können. Die Erkrankung tritt häufiger bei Personen auf, die schwierige emotionale Ereignisse durchleben oder unter Angstzuständen oder Depressionen leiden.

Symptome

Eine Konversionsstörung kann sich durch dramatische Symptome wie (neben vielen weiteren) Blindheit, Doppeltsehen, Muskelschwäche, Lähmungen oder Spasmen, Anfälle, Gleichgewichtsstörungen, Taubheitsgefühl der Haut, Gedächtnisverlust, Schluckschwierigkeiten, motorische Ticks oder sogar Halluzinationen äußern. Obwohl möglicherweise keine Ursache für diese Beschwerden gefunden werden kann, sind die Symptome für die betroffenen Personen doch real. Menschen mit einer Konversionsstörung erscheinen manchmal überraschend unbeschwert mit ihren Symptomen umzugehen.

Diagnose

Die Diagnose wird üblicherweise durch einen Arzt oder durch einen Psychiater gestellt, wenn kein körperlicher Ursprung für die Symptome gefunden wird und es eine Ursache für den Stress gibt. Vor endültiger Diagnosestellung werden häufig verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um andere Ursachen für die Symptome auszuschließen.

Behandlung

Die Behandlung einer Konversionsstörung umfasst Aufklärung über die Störung und Beratung, wie mit der Ursache des Stresses umgegangen werden kann. Dies kann häufig bereits zu einer Symptomlinderung führen. Liegen daneben auch Angstzustände oder Depressionen vor, können diese gemeinsam mit der Konversionsstörung behandelt und die Symptome abgemildert werden.

Prognose

Eine Konversionsstörung bessert sich gewöhnlich mit der Zeit, vor allem wenn die Ursache für den Stress beseitigt wird. Bei manchen Betroffenen treten die Beschwerden (oder ähnliche Symptome) in stressreichen Zeiten erneut auf.

Vorsorge

Stressreduzierende Aktivitäten (wie regelmäßiges leichtes Training, unterhaltsame Aktivitäten usw.) und die emotionale Unterstützung durch andere in stressigen Zeiten helfen dabei, dem Auftreten einer Episode vorzubeugen.