1. Ada
  2. Krankheiten
  3. Fibrozystische Mastopathie

Fibrozystische Mastopathie

Was ist fibrozystische Mastopathie?

Bei einer fibrozystischen Mastopathie verändert sich das Gewebe in den Brüsten. Die Brüste können sich knotig verhärtet anfühlen oder sogar schmerzen. Daher ist es wichtig, Veränderungen der Brust zu beobachten, vor allem, wenn sich die Symptome verschlechtern oder anhalten. Die fibrozystische Mastopathie ist keine Krebserkrankung. Die Veränderung im Gewebe kann jedoch das Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung erschweren und manche Formen können das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Etwa 50 % aller Frauen, gewöhnlich im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, haben eine fibrozystische Mastopathie. In den meisten Fällen ist keine Behandlung erforderlich.

Risiken

Das Brustgewebe kann sich im Laufe des Lebens wesentlich verändern. Brüste können sich schon im Verlauf des Menstruationszyklus verändern, besonders aber während einer Schwangerschaft oder der Stillzeit. Diese Veränderungen sind eine Reaktion auf sich verändernde Östrogen- und Progesteron-Spiegel. Fibrozystische Veränderungen der Brüste sind möglicherweise auch eine Reaktion auf diese Hormonveränderungen. Fibrozystische Mastopathie ist weit verbreitet und betrifft ungefähr die Hälfte aller Frauen im Laufe ihres Lebens. Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren sind am häufigsten davon betroffen, obwohl Frauen jeden Alters bis zur Menopause zur Risikogruppe gehören. Bei Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, ist die Wahrscheinlichkeit einer fibrozystischen Mastopathie etwas geringer. Eine Hormonersatztherapie (HET) nach der Menopause kann ebenfalls zu einer fibrozystischen Mastopathie führen.

Symptome

Die Symptome einer fibrozystischen Mastopathie können von Person zu Person variieren. Manche Frauen haben gar keine Symptome. Andere Frauen können eine schmerzhafte oder druckempfindliche Brust oder Brustwarzenausfluss haben. Einige Frauen können Knoten in ihrer Brust ertasten oder eine Veränderung der Brustgröße feststellen. Frauen, die die Menopause noch nicht erreicht haben, stellen möglicherweise Veränderungen abhängig von ihrem Menstruationszyklus fest. Eine fibrozystische Mastopathie kann sich in einer oder in beiden Brüsten entwickeln.

Diagnose

Eine fibrozystische Mastopathie wird normalerweise mittels körperlicher Untersuchung diagnostiziert. Der Arzt kann eine Ultraschalluntersuchung oder eine Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brüste) durchführen oder eine Probe eines Knotens entnehmen, um eine Krebserkrankung auszuschließen.

Behandlung

Die meisten Personen mit fibrozystischer Mastopathie brauchen keine besondere Behandlung. In einigen Fällen können einfache Schmerzmittel (Paracetamol) die Schmerzen und die Druckempfindlichkeit zeitweise lindern. Bei vielen Frauen können unterstützende BHs und warme Kompressen helfen, die Schmerzen zu reduzieren. Betroffene mit hohem Leidensdruck oder schwerwiegenden Symptomen können von einer Hormontherapie oder einem chirurgischen Eingriff, bei dem die Knoten entfernt werden, profitieren.

Prognose

Die Symptome einer fibrozystischen Mastopathie verschwinden normalerweise nach der Menopause. Manche seltene fibrozystische Veränderungen der Brust können das Risiko der Entwicklung von Brustkrebs erhöhen.

Vorsorge

Bei Frauen mit fibrozystischer Mastopathie kann die Brustkrebsuntersuchung schwieriger sein, vor allem bei Frauen, die nach der Menopause weiterhin eine fibrozystische Mastopathie haben. Eine regelmäßige Selbstkontrolle der Brust und Kontrollen beim Gynäkologen können dabei helfen, neue Knoten früh auszumachen.