Ischämischer Schlaganfall

Was ist ischämischer Schlaganfall?

Beim ischämischen Schlaganfall handelt es sich um eine plötzliche Minderdurchblutung des Gehirns. Dies führt zum Untergang von Gehirnzellen. Am häufigsten wird er durch Blutgerinnseln in oder Verengungen von Blutgefäßen verursacht, die das Gehirn versorgen. Diese Erkrankung ist ein Notfall und erfordert dringend die Untersuchung durch einen Arzt. Ischämische Schlaganfälle sind die häufigste Form des Schlaganfalls. Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls erhöht sich mit zunehmendem Alter. Häufige Anzeichen eines Schlaganfalls sind eine plötzlich auftretende hängende Gesichtshälfte, Schwäche auf einer Körperseite, eine undeutliche Sprache oder der Verlust anderer durch das Gehirn kontrollierter Funktionen. Schlaganfälle gehören zu den weltweit führenden Ursachen für Behinderungen und Tod.

Risiken

Das Risiko eines Schlaganfalls erhöht sich mit zunehmendem Alter stark. Obwohl ein Schlaganfall auch bei jungen Erwachsenen auftreten kann, ereignen sich die meisten Schlaganfälle bei Senioren im Alter von über 70 Jahren. Viele Faktoren können das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Einige Krankheiten, zumeist Bluthochdruck, Vorhofflimmern und Diabetes, erhöhen das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls. Bei Personen, die bereits einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten haben, besteht das Risiko, einen weiteren Schlaganfall zu erleiden. Auch Raucher haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall.

Symptome

Die Symptome eines ischämischen Schlaganfalls hängen von der betroffenen Hirnregion ab. Häufige Beschwerden sind eine plötzliche, einseitige Muskelschwäche im Arm, im Bein und im Gesicht, sowie Gleichgewichtsstörungen, undeutliche Sprache oder Schwierigkeiten beim Sprechen. Einige Betroffene erleiden Krampfanfälle, werden schläfrig oder verlieren das Bewusstsein.

Diagnose

Die Diagnose basiert auf den Symptomen, auf einer körperlichen Untersuchung und einer Computertomographie (CT-Scan) oder auf MRT-Aufnahmen (Magnetresonanztomographie) des Gehirns.

Behandlung

Ein ischämischer Schlaganfall ist ein Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss. Es erfolgt eine Notfallbehandlung, bei der das Blut verdünnt wird und Blutgerinnsel aufgelöst werden. Komplikationen, wie z. B. Anfälle, können ebenfalls eine dringende Behandlung erfordern. Eine Langzeitbehandlung umfasst blutverdünnende Medikamente, eine gute Behandlung weiterer Krankheiten (wie z. B. Diabetes oder Bluthochruck) sowie Rehabilitation. Eine Rehabilitation ist wichtig, um die Muskelkraft zu steigern und Betroffene im Umgang mit Behinderungen zu schulen, die nach dem Schlaganfall auftreten können.

Prognose

Die Prognose nach einem ischämischen Schlaganfall hängt vom Ausmaß und von der Dauer des Schlaganfalls ab, wie auch vom Bereich des Gehirns, der von dem Schlaganfall betroffen ist. Die meisten Personen, die einen ischämischen Schlaganfall erleiden, leiden anschließend an einer permanenten Behinderung. Rehabilitationsmaßnahmen sind wichtig, um die Prognose nach einem Schlaganfall zu verbessern. Wenn es sich um einen schweren Schlaganfall handelt oder er spät diagnostiziert wird, kann ein ischämischer Schlaganfall zu einer schweren Behinderung oder zum Tode führen.

Vorsorge

Eine gute Einstellung eines hohen Blutdrucks und des Cholesterinspiegels können helfen, einen ischämischen Schlaganfall zu verhindern, genau wie körperliches Training und ein gesundes Gewicht. Auch der Verzicht auf das Rauchen kann helfen, einem ischämischen Schlaganfall vorzubeugen.

Andere Bezeichnung für ischämischer Schlaganfall

  • ein Schlaganfall durch eine verminderte Durchblutung von Bereichen des Gehirns