1. Ada
  2. Krankheiten
  3. Poliovirusinfektion

Poliovirusinfektion

Was ist Poliovirusinfektion?

Eine Poliovirusinfektion ist eine infektiöse Erkrankung, die durch das Poliovirus verursacht wird. Dieses Virus infiziert das Nervensystem und kann zu einer Muskelschwäche oder Lähmung (komplette Unfähigkeit, die Muskeln zu bewegen) führen. Diese Erkrankung ist sehr ungewöhnlich, da das Virus durch die entsprechende Impfung in vielen Ländern ausgerottet wurde. Bei Personen, die nicht gegen Polio geimpft wurden und Regionen bereisen, in denen das Poliovirus noch immer aktiv ist, besteht das Risiko, an einer Polioinfektion zu erkranken. Kinder unter fünf Jahren sind am häufigsten davon betroffen. Die Beschwerden können Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und schmerzende Muskeln umfassen. Einige, jedoch nicht alle, davon betroffenen Personen entwickeln zudem eine Muskelschwäche. Eine Poliovirusinfektion ist nicht heilbar und die Behandlung lindert gewöhnlich nur die Symptome. Die Prognose nach einer Poliovirusinfektion ist von der Schwere der Symptome abhängig, kann jedoch bis hin zu einer dauerhaften Behinderung oder zum Tode reichen.

Risiken

Polio wird durch das Poliovirus verursacht. Das Virus wird durch den direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder durch infizierten Schleim oder Fäkalien übertragen. Obwohl dieses Virus in den meisten Ländern der Welt ausgerottet wurde, kann es dennoch zu Ausbrüchen von Polio kommen. Ausbrüche kommen häufiger in den Sommermonaten vor. Obwohl sich Menschen aller Altersklassen infizieren können, sind Kinder unter fünf Jahren am häufigsten davon betroffen. Bei Personen, die nicht gegen Polio geimpft wurden und die Regionen bereisen, in denen das Poliovirus noch immer aktiv ist, besteht das Risiko einer Infektion.

Symptome

Frühe Symptome einer Poliovirusinfektion erinnern an eine Grippe und umfassen Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Krankheitsgefühl und Halsschmerzen. Diese Beschwerden bessern sich häufig innerhalb weniger Tage und die meisten Menschen zeigen keine weiteren Symptome. Wenn sich das Virus auf das Nervensystem ausbreitet, kann es zu Muskelschwäche in den Beinen, Armen, im Rücken oder Hals führen. Dies kann zu Schwierigkeiten beim Laufen und beim Erledigen von Aufgaben führen und sogar Atemschwierigkeiten auslösen. Im Laufe der Zeit kann es zu steifen Gelenken, Muskelschwund (Atrophie) oder sogar Lähmung kommen. Die Symptome können Jahre nach der ursprünglichen Infektion wiederkehren und zum Post-Polio-Syndrom führen.

Diagnose

Die Diagnose kann basierend auf den Symptomen und einer körperlichen Untersuchung gestellt werden, wenn bekannt ist, dass die betroffene Person nicht geimpft wurde und sich in einer Region aufgehalten hat, in der die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus möglich ist. Bluttests auf Immunproteine, die das Poliovirus bekämpfen (Antikörper), sowie eine Lumbalpunktion (Entnahme einer Probe der Flüssigkeit, die das Rückenmark umgibt) werden häufig durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen und das Nervensystem auf das Virus zu untersuchen.

Behandlung

Es gibt keine spezifische Heilung für eine Poliovirusinfektion. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, wie z.B. mit einfachen Schmerzmitteln gegen Kopf- und Muskelschmerzen. Personen mit einer anhaltenden Muskelschwäche benötigen möglicherweise eine Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur. Wenn die Atemmuskulatur davon betroffen ist und geschwächt wird, muss die betroffene Person möglicherweise mithilfe einer Maschine beatmet werden.

Prognose

Die Prognose ist stark davon abhängig, ob das Nervensystem mit betroffen ist. In Fällen, in denen das Nervensystem nicht betroffen ist, können sich die Personen vollständig erholen. Eine Beteiligung des Nervensystems kann zu einer Behinderung und sogar zum Tode führen, sollte die Atmungsmuskulatur betroffen sein.

Vorsorge

Einer Poliovirusinfektion kann durch die entsprechende Impfung vorgebeugt werden. Es ist wichtig, sich an den empfohlenen Impfplan zu halten.