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Aortendissektion

  1. Was ist Aortendissektion?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge

Was ist Aortendissektion?

Bei einer Aortendissektion treten Risse in der Wand der Aorta, bzw. Hauptschlagader auf. Dies stellt einen medizinischen Notfall dar. Die Aorta ist das größte Gefäß des menschlichen Körpers und geht direkt vom Herzen ab. Sie versorgt den Organismus mit sauerstoffreichem Blut. Aortendissektionen treten meist im Alter zwischen 50 und 65 Jahren auf, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Zu den wichtigsten Beschwerden zählt ein plötzlich einsetzender, starker Schmerz, der in die Brust, den oberen Rücken oder den Bauch ausstrahlen kann. Manche Betroffene bezeichnen diesen als stechenden, reißenden oder gar vernichtenden Schmerz. Eine Aortendissektion muss notfallmäßig behandelt werden. Meist zählt dazu eine Operation, bei der der Riss in der Hauptschlagader beseitigt wird.

Risiken

Die Aorta, auch Hauptschlagader genannt, ist das größte Blutgefäß des Körpers, welches vom Herzen in den Bauch verläuft. Bei einer Aortendissektion entstehen Risse in der Gefäßwand. Dies kann zu kleineren oder größeren Blutungen führen je nach Größe des Risses. Eine Aortendissektion tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf, meistens zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr. Ein erhöhtes Risiko für eine Aortendissektion haben Personen mit dauerhaft erhöhten Blutdruck- und Blutfettwerten sowie Raucher. Personen mit bekannter Schwäche der Aortenwand (ein Aortenaneurysma), Schlaganfällen oder Herzinfarkten in der Vorgeschichte sind eher gefährdet eine Aortendissektion zu erleiden. Zu den selteneren Ursachen für eine Aortendissektion zählen Verletzung am Oberkörper (Autounfälle), ein regelmäßiger Kokainkonsum oder gewisse angeborene Erkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder das Turner-Syndrom.

Symptome

Die Symptome einer Aortendissektion können schwer von denen anderer Herzerkrankungen zu unterscheiden sein. Das Hauptsymptom ist ein plötzlicher, intensiver Schmerz in der Brust und im oberen Rückenbereich. Dieser Schmerz kann sich in den Rücken, die Arme oder die Beine ausbreiten, je nachdem wo die Aorta geschädigt ist. Betroffene mit einer Aortendissketion können kalte Hände oder Füße haben. Sie können sich auch kurzatmig, verschwitzt, schwindelig oder schwach fühlen, ihnen kann übel sein und sie können je nach Ausmaß des Blutverlusts auch zusammenbrechen.

Diagnose

Die Diagnose wird durch einen Arzt gestellt und setzt sich aus Symptomen und dem Erscheinungsbild der betroffenen Person zusammen. In Notfällen sollte ein Ultraschall zur sofortigen Bestätigung der Diagnose durchgeführt werden. Weitere Untersuchungen, die helfen die Diagnose zu bestätigen, sind ein Elektrokardiogramm (EKG), ein Röntgenbild des Brust- und Bauchraumes oder eine CT-(Computertomographie) oder MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie).

Behandlung

Zur Behandlung der Aortendissektion ist eine Operation notwendig, um die Wand der Aorta wieder zu stabilisieren. Dies bedeutet einen großen Eingriff - je nach Ausmaß der Aortendissektion - auch eine Notfall-Operation. Blutdrucksenkende Medikamante werden oft langfristig benötigt, um den operierten Bereich zu schützen.

Prognose

Eine Aortendissektion ist ein medizinischer Notfall und kann lebensbedrohlich sein. Einer von fünf Betroffenen stirbt infolge einer Aortendissektion. Dies beinhaltet vor allem die mangelnde Blutversorgung lebenswichtiger Organe, wie dem Gehirn oder der Nieren. Regelmäßige Nachkontrollen - zum Beispiel der Blutdruckeinstellung - für Betroffene sind wichtig. So kann ein erneutes Auftreten einer Aortendissektion frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Vorsorge

Regelmäßige Kontrollen des Blutdrucks und der Blutfette sowie konsequentes Nichtrauchen und regelmäßige Bewegung können das Risiko einer Aortendissektion verringern. Das Vermeiden von Kokain oder anderen Stimulantien kann, besonders bei Personen mit bestimmten Risikofaktoren, dabei helfen, die Entstehung einer Aortendissektion zu verhindern.