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Generalisierter Krampfanfall

  1. Was ist generalisierter Krampfanfall?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge

Was ist generalisierter Krampfanfall?

Ein generalisierter Krampfanfall ist eine Phase unkontrollierbarer elektrischer Aktivität im Gehirn. Wiederkehrende Krampfanfälle können durch eine sogenannte Epilepsie hervorgerufen werden. Es können aber auch andere Ursachen infrage kommen. Generalisierte Krampfanfälle können Personen jeden Alters betreffen, wobei sie tendenziell etwas häufiger bei Kindern vorkommen. Die häufigsten Symptome sind Krämpfe und Bewusstlosigkeit sowie Gedächtnisverlust und Verwirrung, welche nach dem Krampfanfall auftreten. Dauert ein Krampfanfall länger als 5 Minuten an, könnte eine dringende Behandlung in der Notaufnahme erforderlich sein. Eine Diagnose wird basierend auf den Symptomen und den Mustern des Krampfanfalls im Elektroenzephalogramm (EEG) gestellt. Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Die Einnahme von einem Medikament gegen Krampfanfälle wird manchmal erst nach einem wiederholten Krampfanfall begonnen. Diese Medikamente eignen sich normalerweise dazu, weitere Anfälle zu verhindern.

Risiken

Generalisierte Krampfanfälle treten auf, wenn eine unkontrollierbare elektrische Aktivität im Gehirn einen Anfall auslöst, der den ganzen Körper betrifft. Dies kann zu klassischen, zuckenden Krampfbewegungen oder zu einer vollständigen Inaktivität, wie bei Absence-Anfällen, führen. Es gibt viele Ursachen für Krampfanfälle, doch in vielen Fällen bleibt die Ursache unbekannt oder wird durch eine Epilepsie mit wiederkehrenden Krampfanfälle hervorgerufen. Weitere Ursachen sind unter anderem hohes Fieber (bei Kindern), Alkoholentzug, Infektionen des Nervensystems und sehr niedrige Blutzuckerspiegel. Eine Epilepsie ist oft genetisch veranlagt und tritt familiär gehäuft auf. Abhängig von der Ursache können generalisierte Krampfanfälle Personen aller Altersklassen betreffen. Meistens sind jedoch Kinder und junge Erwachsene davon betroffen. Bei Personen, die eine Epilepsie entwickeln, treten die ersten Krampfanfälle gewöhnlich vor dem 25. Lebensjahr auf.

Symptome

Ein generalisierter Krampfanfall kann eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome hervorrufen. Viele verursachen einen plötzlichen Bewusstseinsverlust mit Gedächtnisverlust und manchmal Verwirrung nach dem Krampfanfall. Eine häufige Form des generalisierten Krampfanfalls führt zu ausgedehnten Muskelkrämpfen bevor der Krampfanfall mit plötzlichen drehenden und zuckenden Bewegungen der Gliedmaßen beginnt. Während des Anfalls können Betroffene die Kontrolle über ihre Blase verlieren oder sich auf die Zunge beißen. Eine andere Form verursacht einen plötzlichen, kurzzeitigen Verlust der Muskelkraft. Die Symptome des Krampfanfalls dauern normalerweise ein bis zwei Minuten an. Nach dem Krampfanfall sind die Betroffenen oftmals schläfrig oder verwirrt und schlafen möglicherweise auch ein. Gibt es eine Ursache für den Krampfanfall, so ist es möglich, dass Beschwerden dieser Erkrankung, wie z.B. Fieber oder Verwirrung, vor Beginn des Krampfanfalls auftreten.

Diagnose

Die Diagnose eines generalisierten Krampfanfalls basiert oftmals auf der Beschreibung des Anfalls. Treten die Anfälle immer wieder auf, so ist es hilfreich, die Symptome auf Video aufzunehmen, um eine Diagnose stellen zu können. Es wird eine sogenannte Elektroenzephalographie (EEG) durchgeführt, um die elektrische Aktivität des Gehirns zu untersuchen und nach Mustern der Krampfanfälle zu schauen. Während dieser Untersuchung kann ein Krampfanfall provoziert werden. Es werden möglicherweise Tests durchgeführt, um nach der Ursache des Krampfanfalls zu schauen.

Behandlung

Während des Krampfanfalls sollte die betroffene Person vor Verletzungen geschützt und in die stabile Seitenlage gelegt werden. Es gibt keinen Grund dafür, die Person festzuhalten oder etwas in ihren Mund zu stecken. Dauert der Krampfanfall länger als 5 Minuten an, rufen Sie einen Krankenwagen. Es ist empfehlenswert, nach dem allerersten Krampfanfall einen Arzt aufzusuchen, ganz egal, wie lange der Anfall dauerte. Gewöhnlich werden Medikamente gegen Krampfanfälle erst nach einem zweiten Krampfanfall verschrieben. Wird eine zugrunde liegende Ursache gefunden, sind möglicherweise weitere Medikamente oder Behandlungen notwendig.

Prognose

Krampfanfälle dauern gewöhnlich nur ein paar Minuten an und die davon betroffenen Personen erholen sich üblicherweise gut davon. Hört der Krampfanfall nicht wie erwartet auf, so wird dies als Status epilepticus bezeichnet, der eine Notfallbehandlung erfordert. Je nach Ursache kann der Krampfanfall wieder auftreten. Die meisten Krampfanfälle sind kontrollierbar und führen zu keinen weiteren gesundheitlichen Problemen.

Vorsorge

Sorgfältige Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Personen mit Diabetes kann helfen Krampfanfällen vorzubeugen. Die vorschriftsmäßige Einnahme und Überwachung von Medikamenten gegen Krampfanfälle kann dabei helfen, einige Krampfanfälle zu verhindern.