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Reizdarmsyndrom

  1. Was ist Reizdarmsyndrom?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose

Was ist Reizdarmsyndrom?

Das Reizdarmsyndrom ist eine weit verbreitete chronische Erkrankung des Dickdarms, welche am häufigsten bei jungen Frauen diagnostiziert wird. Die Ursachen des Reizdarmsyndroms sind nicht vollständig bekannt, jedoch wird vermutet, dass Stress und eine Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln dazu beitragen. Hauptbeschwerden sind Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall oder Verstopfung. Es ist wichtig, dass ein Arzt andere mögliche Ursachen ausschließt, bevor ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert wird. Obwohl es keine Heilung für das Reizdarmsyndrom gibt, lässt sich die Symptomatik häufig durch Änderungen der Ernährung und des Lebensstils bessern.

Risiken

Das Reizdarmsyndrom tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Obwohl es Personen jeden Alters betreffen kann, wird es tendenziell häufiger bei jüngeren diagnostiziert. Es ist nicht vollständig bekannt, wo die Ursachen des Reizdarmsyndromes liegen. Allerdings wird angenommen, dass eine Empfindlichkeit hinsichtlich bestimmter Lebensmittel, sowie Stress dazu beitragen.

Symptome

Die Symptome des Reizdarmsyndroms können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Zu den häufigsten zählen Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Wind-Abgang, Durchfall oder Verstopfung sowie Schleim im Stuhl. Die Symptome können sich bei einer Darmentleerung bessern. Ausgelöst werden können sie durch Stress oder bestimmte Lebensmittel, welche von Person zu Person variieren können.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch einen Arzt, basierend auf den Symptomen und einer körperlichen Untersuchung. Es ist wichtig, dass andere mögliche Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden, ehe ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert wird. Hierfür können viele Tests notwendig sein. Betroffene Personen können gebeten werden, ein Ernährungstagebuch zu führen, um festzustellen, ob bestimmte Nahrungsmittel regelmäßig die Symptome verschlimmern. Eine Magen-Darm-Spiegelung, bei der eine lange Kamera durch den Mund oder den After eingeführt wird, um den Magen und den Darm zu betrachten, kann erforderlich sein. Weitere mögliche Tests sind unter anderem Bluttests, Atemtests auf Laktoseintoleranz, Röntgenuntersuchungen oder eine Computertomographie (CT-Scan).

Behandlung

Es gibt keine Behandlung, die speziell auf die Ursachen des Reizdarmsyndrom abzielt, jedoch gibt es vieles was dabei helfen kann, die Beschwerden zu bessern. Viele Betroffene erfahren Linderung, indem sie Nahrungsmittel vermeiden, die die Symptome auslösen. Dazu zählen unter anderem Nahrungsmittel, die blähend wirken (Brokkoli, Kohl, Bohnen), fettreiche sowie koffeinhaltige Nahrungsmittel. Bei vielen Betroffenen ist regelmäßige Bewegung hilfreich. Da Stress ein wichtiger Auslöser der Symptome sein kann, hilft es einigen Betroffenen, zu lernen, besser mit Stress umzugehen. Außerdem können Medikamente helfen, Verstopfungen oder Durchfall zu kontrollieren.

Prognose

Obwohl das Reizdarmsyndrom eine Erkrankung ist, die nicht geheilt werden kann, lernen viele Betroffene, ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen und stellen fest, dass diese sich im Laufe der Zeit bessern. Die meisten Personen entwickeln keine Langzeit-Komplikationen im Rahmen dieser Erkrankung.