Restless-Legs-Syndrom

Was ist Restless-Legs-Syndrom?

Das Restless-Legs-Syndrom betrifft das sensorische Nervensystem. Menschen mit dem Restless-Legs-Syndrom haben ein seltsames, unangenehmes Gefühl in den Beinen oder Gefühle, die einen Bewegungsdrang auslösen. Das Restless-Legs-Syndrom wird im Alter häufiger und betrifft Frauen öfter als Männer. Obwohl die Ursache hierfür nicht hinreichend bekannt ist, können in manchen Fällen Medikamente oder Krankheiten als Auslöser bestimmt werden. Die Diagnose erfolgt gewöhnlich auf Grundlage der Symptome. Eine Behandlung des Restless-Legs-Syndroms kann kurzfristige Maßnahmen, eine Veränderung des Lebensstils und Medikamente umfassen. All diese Methoden können die Symptome unmittelbar lindern oder dabei helfen, die Häufigkeit der Symptome zu verringern. Die Prognose nach der Diagnose des Restless-Legs-Syndroms reicht von leichten, behandelbaren Symptomen bis hin zu schweren Beschwerden, die mit der Zeit immer stärker werden.

Risiken

Das Restless-Legs-Syndrom betrifft das sensorische Nervensystem. Dabei werden sensorische Signale von den Beinen an das Gehirn geschickt, obwohl es keinen Grund für sie gibt. Die Ursache für das Restless-Legs-Syndrom ist unbekannt, man geht jedoch davon aus, dass es möglicherweise auf einen Mangel des Botenstoffs Dopamin im Kommunikationssystem des Gehirns zurückzuführen ist. Bei knapp der Hälfte aller Personen mit dem Restless-Legs-Syndrom kommt diese Erkrankung in der Familie vor, es kann daher auch eine genetische Ursache vorliegen. Antidepressiva und Antihistaminika können das Restless-Legs-Syndrom auslösen und die Symptome bei einer davon betroffenen Person verschlimmern. Es gibt einige Umstände und Erkrankungen, die ebenfalls mit dem Restless-Legs-Syndrom in Verbindung gebracht werden, wie zum Beispiel Eisenmangel, Schwangerschaft, multiple Sklerose, Morbus Parkinson und Nierenversagen. Das Restless-Legs-Syndrom wird im Alter häufiger und betrifft Frauen öfter als Männer.

Symptome

Die häufigsten Symptome des Restless-Legs-Syndroms sind seltsame, unangenehme Gefühle in den Beinen oder seltener in den Armen, die einen Bewegungsdrang auslösen. Diese Gefühle sind von Person zu Person verschieden, werden jedoch meist als krabbelndes, kribbelndes, krampfendes, juckendes oder ziehendes Gefühl beschrieben. Sie können überall am Bein empfunden werden, kommen meistens jedoch zwischen dem Knie und dem Knöchel vor. Sie sind üblicherweise beim Ausruhen stärker und bei der Bewegung schwächer. Reiben und Dehnen kann ebenfalls Abhilfe schaffen. Menschen mit dem Restless-Legs-Syndrom haben oft Schlafstörungen, die zu Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisproblemen führen.

Diagnose

Die Diagnose kann normalerweise basierend auf den Symptomen und einer körperlichen Untersuchung gestellt werden. Ein Symptom-Tagebuch kann dabei helfen, die Diagnose zu bestätigen. Möglicherweise sind weitere Tests erforderlich, um andere Ursachen für die Symptome auszuschließen und eine zugrunde liegende Erkrankung zu ermitteln, die das Restless-Legs-Syndrom verursacht.

Behandlung

Es gibt mehrere Ansätze zur Behandlung des Restless-Legs-Syndroms. Einfache Maßnahmen zur Linderung der Symptome sind warme Duschen, Dehnen und Reiben der betroffenen Stelle, leichte Übungen, wie Laufen oder Yoga, und Ablenkung durch Lesen oder andere Aktivitäten. Einigen Betroffenen helfen warme oder vibrierende Kissen im Bett beim Schlafen. Einige Veränderungen des Lebensstils können die Symptome bei Personen mit leichten Beschwerden im Laufe der Zeit lindern. Dazu sollte auf Alkohol und Koffein verzichtet, regelmäßig trainiert und das Rauchen aufgegeben werden. Medikamente, die zur Behandlung des Restless-Legs-Syndroms verwendet werden, sind unter anderem Mittel zum Ausgleich des Dopaminspiegels im Gehirn, Schlafmittel und schmerzlindernde Medikamente. Ist eine zugrunde liegende Erkrankung die Ursache für das Syndrom, sollte sie diagnostiziert und behandelt werden.

Prognose

Sie kann von Person zu Person variieren. Einige Menschen sprechen gut auf die Behandlung an, sodass ihre Symptome letztendlich verschwinden. Bei Personen mit regelmäßigen oder starken Beschwerden sind die Symptome möglicherweise schwer behandelbar und sie können im Laufe der Zeit stärker werden. Personen mit dem Restless-Legs-Syndrom haben ein erhöhtes Risiko, im späteren Leben Bluthochdruck und Herzkrankheiten zu entwickeln. Deshalb ist es wichtig, dass diese anderen medizinischen Erkrankungen gemeinsam mit dem Restless-Legs-Syndrom behandelt werden.