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Obere gastrointestinale Blutung

  1. Was ist obere gastrointestinale Blutung?
  2. Risiken
  3. Symptome
  4. Diagnose
  5. Behandlung
  6. Prognose
  7. Vorsorge
  8. Andere Bezeichnung für obere gastrointestinale Blutung

Was ist obere gastrointestinale Blutung?

Die obere gastrointestinale Blutung ist eine medizinische Erkrankung, bei der eine starke Blutung im oberen Teil des Verdauungstraktes auftritt: in der Speiseröhre (Röhre zwischen Mund und Magen), im Magen oder im Dünndarm. Dies ist häufig ein medizinischer Notfall. Diese Erkrankung tritt auf, wenn die Schleimhaut dieser Organe beschädigt ist, zum Beispiel durch Geschwüre, Risse, oder wenn ein Blutgefäß schwach wird und platzt. Diese Erkrankung tritt vorwiegend bei älteren Menschen und Menschen mit anderen Krankheiten, wie zum Beispiel Lebererkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen, auf. Die Symptome unterscheiden sich möglicherweise abhängig von der Ursache der Blutung, doch oftmals kommt es zu blutigem Erbrechen und zum Ausscheiden von dunklem, teerartigem Stuhl. Eine Endoskopie (eine Kamera, die durch den Mund eingeführt wird, um die Speiseröhre, den Magen und den Dünndarm zu untersuchen) wird durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen und die Ursache der Blutung zu stoppen. Eine Behandlung umfasst den Ersatz von Flüssigkeit und des Blutverlusts sowie die Kontrolle der Blutung. Diese Erkrankung kann verhindert werden, indem die Erkrankung, die die Blutung verursacht, behandelt wird. Die Prognose nach einer oberen gastrointestinalen Blutung hängt vom Ausmaß des Blutverlusts ab sowie davon, ob die Blutung kontrolliert werden kann.

Risiken

Eine obere gastrointestinale Blutung ist eine starke Blutung in der Speiseröhre, dem Magen oder dem oberen Teil des Dünndarms. Es gibt viele Bedingungen, die Schäden an der Schleimhaut dieser Organe und damit Blutungen verursachen können. Die häufigsten Ursachen sind Magengeschwüre, eine Gastritis (Entzündung des Magens), Schwäche und ein erhöhter Druck in den Blutgefäßen der Speiseröhre sowie Risse in den Schleimhäuten der Speiseröhre oder des Magens, die durch Erbrechen verursacht werden. Seltenere Ursachen umfassen Krebs in diesem Bereich und die übermäßige Einnahme entzündungshemmender Medikamente. Die Erkrankung kommt häufiger bei älteren Menschen, Menschen mit Leberzirrhose (Vernarbung) oder Nierenkrankheiten vor. Betroffene, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder Probleme mit der Blutgerinnung haben, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung dieser Erkrankung.

Symptome

Häufige Beschwerden sind blutiges oder kaffeesatzartiges Erbrechen. Einige Betroffene scheiden dunklen, teerartigen Stuhl aus. Zusätzliche Beschwerden hängen vom Ausmaß des Blutverlusts ab und umfassen möglicherweise roten Stuhl, Energieverlust, Blässe, einen schnellen Puls, Schwindel, Verwirrung oder sogar Bewusstlosigkeit. Es können zudem Symptome der Erkrankung auftreten, die die Blutung verursacht.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt basierend auf den Symptomen, einer körperlichen Untersuchung und einer Endoskopie (eine Kamera, die durch den Mund eingeführt wird, um die Speiseröhre, den Magen und den Dünndarm zu untersuchen).

Behandlung

Bei der Behandlung ist es wichtig, die Personen, welche Symptome aufgrund des schweren Blutverlusts zeigen, zu stabilisieren und die Blutung so schnell wie möglich zu finden und zu stoppen. Oftmals werden Bluttransfusionen durchgeführt sowie Flüssigkeit und Medikamente über einen Tropf (intravenös) verabreicht, um den Blutdruck zu kontrollieren und das verlorene Blut zu ersetzen. Die Blutung kann oftmals durch endoskopische Methoden gestoppt werden. Ist dies nicht erfolgreich, wird möglicherweise ein chirurgischer Eingriff benötigt. Eine Behandlung der zugrunde liegenden Krankheit ist erforderlich, nachdem die Person medizinisch stabilisiert wurde.

Prognose

Die Prognose dieser Erkrankung hängt vom Ausmaß des Blutverlusts ab und davon, ob die Blutung schnell gestoppt werden kann. Ältere Menschen und Menschen mit anderen Krankheiten haben ein erhöhtes Risiko für starke Blutungen und erholen sich möglicherweise nicht so schnell wie andere Betroffene.

Vorsorge

Um Blutungen in der Speiseröhre, dem Magen und dem Dünndarm zu verhindern, müssen ursächliche Krankheiten behandelt und verhindert werden. Dazu gehört möglicherweise auch, den Alkoholkonsum einzuschränken, um Leberkrankheiten zu vermeiden. Zudem sollte auf das Rauchen verzichtet werden. Eine langfristige Einnahme entzündungshemmender Medikamente, wie Ibuprofen, die Magengeschwüre verursachen können, sollte vermieden werden. Betroffene mit Magengeschwüren sollten Medikamente gegen das Helicobacter-pylori-Bakterium, das diese Erkrankung hervorruft, einnehmen. Betroffene mit dieser Erkrankung sollten das Risiko einer Blutung mit ihrem Arzt besprechen, bevor sie mit der Einnahme blutverdünnender Medikamente beginnen.

Andere Bezeichnung für obere gastrointestinale Blutung

  • Blutung in der Speiseröhre, dem Magen oder dem Dünndarm